{"id":523,"date":"2008-04-09T04:41:00","date_gmt":"2008-04-09T03:41:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/glossar\/"},"modified":"2008-04-09T04:41:00","modified_gmt":"2008-04-09T03:41:00","slug":"glossar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=523","title":{"rendered":"Glossar"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size:85%; font-family:arial;\"><\/p>\n<div align=\"justify\">Da schon ein paar Fragen gekommen sind, sammele ich hier einmal die wichtigsten Redewendungen und Informationen<\/p>\n<p>I.Redewendungen<\/p>\n<p>Betsu-Betsu<br \/>Wenn man gemeinsam Essen geht, gibt es \u00f6fters eine Sammelrechnung. Mit Betsu Betsu bekommt man getrennte Rechnungen.<\/p>\n<p>Chotto matte<br \/>Einen Moment bitte. H\u00f6rt man eigentlich st\u00e4ndig, ob im Laden, an T\u00fcren oder wenn man verzweifelt gegen eine Klot\u00fcr h\u00e4mmert.<\/p>\n<p>Chotto wakarimasu<br \/>&#8218;Ich verstehe wenig&#8216;. Mein Lebensretter. In Japan wird man meistens auf japanisch angesprochen, da Japaner davon ausgehen, dass der Besucher die Sprache beherrscht. Zu einem &#8218;Do you speak english&#8216; kommt man gar nicht, au\u00dferdem wird das ungern gesehen. Mit einem &#8218;Sumimasen, chotto wakarimasu&#8216; ist man aus dem Schneider, und wird auch ausgesucht freundlich behandelt. Es wird nicht erwartet, das man gut Japanisch spricht, aber \u00fcber guten Willen freuen sie sich sehr.<\/p>\n<p>Gaijin<br \/>Kommt von Gai (Gaikoku, Ausland) und Jin (Mensch). Fremder, Ausl\u00e4nder. Japaner haben von jedem Volk eine ganz bestimmte Vorstellung, und was nicht passt, wird passend gemacht. Als Doitsu-Jin (Deutscher) hat man z.b. W\u00fcrstchen und Bier zu m\u00f6gen, sollte blond sein und etwas ungehobelt. Allgemein ist ein Gaijin ein Westler, und damit gro\u00df, breit und vor allem ungewaschen. Das Baden ist sehr tief in der Japanischen Kultur verbreitet, und f\u00fcr die Japaner stinkt selbst ein gut gepflegter Europ\u00e4er ziemlich animalisch.<\/p>\n<p>Ganbatte!<br \/>&#8218;Sei stark&#8216;. Wird in Japan verwendet um jemandem Mut zu schenken oder ihn anzufeuern.<\/p>\n<p>Gomenasai!<br \/>Verzeihen Sie mir! W\u00e4hrend &#8222;Sumimasen&#8220; eher f\u00fcr das Erwecken von Aufmerksamkeit genutzt wird, kann man sich mit diesem Wort anst\u00e4ndig entschuldigen.<\/p>\n<p>Hidari<br \/>Links. Nicht das es was bringt, weil selbst Einheimische meistens bei den Wegbeschreibungen kapitulieren.<\/p>\n<p>Konitchiwa und Sayonara<br \/>Hallo und auf wiedersehen. Unter Freunden kann man sich auch mit Chaaameeee verabschieden. Wenn man sich das erste Mal trifft, stellt man sich mit &#8218;Hajimemashite, xxx desu. Dozo yoroshiku.&#8216; vor. Arme nach unten am K\u00f6rper lassen, H\u00e4nde an die Seiten und tief verbeugen, dann erspart man sich f\u00fcnf Minuten unbeholfenes H\u00e4ndesch\u00fctteln.<\/p>\n<p>Kanpai<br \/>&#8230; wird beim Zuprosten gerufen.<\/p>\n<p>Kore wa<br \/>&#8218;Das da&#8216;. Hervorragend um etwas zu bekommen, dessen Namen man nicht kennt. Mit &#8218;Kore wa nan desu ka&#8216; kann man fragen, was etwas ist.<\/p>\n<p>Kowei<br \/>Erschreckend, kann auch \u00e4ngstlich hei\u00dfen. Wird gerne mit Kawai verwechselt, das &#8217;s\u00fc\u00df&#8216; oder &#8218;h\u00fcbsch&#8216; bedeutet. Da kann man sich bei einem gut gemeinten Kompliment schnell in die Nesseln setzen, wie unser Amerikaner Ryan, der das gerne macht.<\/p>\n<p>Kudasai<br \/>Korrekt o kudasai,aber das o wird an das Objekt geh\u00e4ngt. Beispiel: &#8218;Kore o hitotsu kudasai&#8216; bedeutet &#8218;Eines hiervon bitte&#8216;.<\/p>\n<p>Mas\u00fage<br \/>Geradeaus. Sehr lustig einem Japaner dieses deutsche Wort beizubringen.<\/p>\n<p>Migi<br \/>Rechts. Siehe Hidari zum Nutzen.<\/p>\n<p>Mite!<br \/>Kuck mal! Habe ich auf dem Wanderweg bei Kamakura bei jeder zweiten Bl\u00fcte von Mini geh\u00f6rt, meistens gefolgt von einem SUGOI oder einem Kawai.\u00dcbrigens scheint das &#8222;oh mei ist das aber s\u00fc\u00df&#8220; Gurren von Frauen international genormt, wobei es da in Japan bestimmt eine Beh\u00f6rde f\u00fcr gibt.<\/p>\n<p>Oishi<br \/>Lecker! Einen guten Koch darf man damit begl\u00fcckw\u00fcnschen.<\/p>\n<p>Onagaishimasu<br \/>Bitte! W\u00e4hrend kudasai eher ein &#8222;das h\u00e4tte ich gern&#8220; ist, bittet man mit &#8222;onagaishimasu&#8220; um einen Gefallen.<\/p>\n<p>Onaka<br \/>Magen, Bauch. Wenn man pappsatt ist, darf man &#8218;Onaka ippai&#8216; rufen. Ausserdem gibt es hier das Sprichwort onaka ippai, yume ippai, &#8218;Voller Bauch, volle Tr\u00e4ume&#8216;.<\/p>\n<p>Sumimasen!  <br \/>&#8218;Verzeihung&#8216; oder &#8218;Entschuldigen Sie bitte&#8216;. Ist \u00fcberall einsetzbar, ob beim Anrempeln in der U-Bahn, beim Herrufen des Kellners im Restaurant oder wenn man gerade eine Tempelanlage entweiht hat, da man als schmutziger Gaijin auf einen heiligen Flecken Erde gestapft ist. <\/p>\n<p>Sugoi!<br \/>Oder noch besser Suuuugooooooooii! Soviel wie GEIL! oder GENIAL! Kann man zu allem sagen, was man toll findet. ACHTUNG: Mit entsprechnendem Tonfall kann dieses Wort auch &#8217;schrecklich&#8216; heissen&#8230;.<\/p>\n<p>Yoshinoya<br \/>Bekannte Restaurantkette, in der es Sch\u00fcsseln mit Reis und Fleisch\/Fisch gibt. An sich die Hauptnahrungsquelle f\u00fcr einfache Reisende wie mich.<\/p>\n<p>II.Stadtteile in Tokio<br \/>Tokio ist RIESIG, und die einzelnen Stadtteile sind fast schon eigenst\u00e4ndige St\u00e4dte. Die Fahrt von einem Stadtteil zum anderen in der Metro kann schon mal 20 Minuten dauern.<\/p>\n<p>Hier mal die Distrikte, zu denen ich bisher was sagen kann:<\/p>\n<p>Ueno\/Asakusa:<br \/>Eines der \u00e4ltesten Viertel. Hier gibt es noch sehr traditionelle M\u00e4rkte mit winzigen Verkaufsbuden und verwinkelten Gassen. Sehr charmant, und neben dem sch\u00f6nen Park in Ueno gibt\u2019s auch einen Streichelzoo.<\/p>\n<p>Chiyoda:<br \/>Das Viertel, in dem der Kaiserpalast steht. Da es verboten ist, dass dieses Gel\u00e4nde auf irgendeine Weise angetastet wird, mussten alle U-Bahnen um dieses Viertel herum gelegt werden, was streckenweise w\u00fcste Umsteigereien notwendig macht.<\/p>\n<p>Ginza:<br \/>Die Nobelgegend zum Shoppen. Hauptader ist die 5th Avenue, die ganz unverbl\u00fcmt nach dem New Yorker Vorbild benannt wurde. Man findet dort einige L\u00e4den mit wenigen Handverlesenen Produkten, an denen keine Preisschilder mehr h\u00e4ngen. Wer fragen muss kann sichs eh nicht leisten&#8230;<\/p>\n<p>Shibuya:<br \/>Shopping und Weggehen. Im Allgemeinen das Vergn\u00fcgungsviertel f\u00fcr j\u00fcngere Semester (18-24), als alter Gaijin ist man dort eher fehl am Platz. Trotzdem ein absolutes Muss, da dort die verr\u00fccktesten Outfits getragen werden und der ganze Stadtteil alles bietet, was man sich unter Tokio vorstellt. <\/p>\n<p>Shinjuku:<br \/>Ebenfalls sehr laut und bunt, aber das Publikum ist deutlich anders. Es gibt hier tolle Restaurants und Karaoke Bars, aber der Gro\u00dfteil dieses Stadtteils besteht aus Liebeshotels und Girls Clubs. Dort lassen sich \u00e4ltere Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner von h\u00fcbschen jungen M\u00e4dchen ihre Drinks eingie\u00dfen, mehr aber auch nicht. Als Gaijin kann man sehr entspannt durch das Viertel gehen, da die sonst sehr aufdringliche Recruiter (Kerle die Leute von der Stra\u00dfe in die Clubs ziehen) einen komplett in Ruhe lassen. Ich empfehle diesen Stadtteil trotzdem eher in Begleitung eines Einheimischen zu durchwandern, der die wenigen, daf\u00fcr richtig guten Kneipen und Restaurants kennt, in denen man als Ausl\u00e4nder freundlich empfangen wird.<\/p>\n<p>Roppongi:<br \/>Mehr oder weniger der Ballermann Tokios. Da in diesem Viertel viele Botschaften untergebracht sind, hat man hier einen hohen Gaijin-Anteil. Wenn man die naiv-fr\u00f6hlichen Massen in Shibuya und Shinjuku gew\u00f6hnt ist, ist der Kulturschock von sturzbetrunkenen Iren, Engl\u00e4ndern usw. schon erstmal gro\u00df. Es gibt viele Bars und Clubs, die selbst vor Flatrate-Saufparties nicht zur\u00fcckschrecken. Ich denke man kann eine sch\u00f6ne Zeit in Tokio haben, ohne hier gewesen zu sein.<\/p>\n<p>Roppongi Hills:<br \/>Ein Einkaufszentrum, das im Endeffekt ein eigener Stadtteil ist, und so gro\u00df, das es eigene Fremdenf\u00fchrer daf\u00fcr gibt. Obwohl es direkt in Roppongi liegt, ist es ein krasser Gegensatz: Kaum Gaijin, daf\u00fcr alles extrem stilsicher. Die Innenarchitektur ist wirklich ein Schmaus f\u00fcr jeden, der das zu sch\u00e4tzen weiss.<\/p>\n<p>Soviel zum ersten \u00dcberblick, Fragen beantworte ich gerne, und werde die dann hier sammeln.<\/p><\/div>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da schon ein paar Fragen gekommen sind, sammele ich hier einmal die wichtigsten Redewendungen und Informationen I.Redewendungen Betsu-BetsuWenn man gemeinsam Essen geht, gibt es \u00f6fters eine Sammelrechnung. Mit Betsu Betsu bekommt man getrennte Rechnungen. Chotto matteEinen Moment bitte. H\u00f6rt man eigentlich st\u00e4ndig, ob im Laden, an T\u00fcren oder wenn man verzweifelt gegen eine Klot\u00fcr h\u00e4mmert. 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