{"id":520,"date":"2008-04-14T15:40:00","date_gmt":"2008-04-14T14:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/die-tempel-von-kamakura\/"},"modified":"2008-04-14T15:40:00","modified_gmt":"2008-04-14T14:40:00","slug":"die-tempel-von-kamakura","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=520","title":{"rendered":"Die Tempel von Kamakura"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size:85%; font-family:arial;\"><\/p>\n<div align=\"justify\">Das Wetter hatte Erbarmen mit uns, und so konnten Ryan, Andi, Mini, Ray und Ich den Weg nach Kamakura wagen. Obwohl es vor 30-40 Jahren ein total verschlafenes Nest war, wurde der Ort mit japanischer Pr\u00e4zision f\u00fcr den Tourismus erschlossen. Eine knappe Stunde Zugfahrt von Shinjuku aus lie\u00df uns am gesch\u00e4ftigen Bahnhof von Kamakura ankommen.<\/p>\n<p>Es gibt ein ganz einfaches Merkmal f\u00fcr die &#8222;gro\u00dfen&#8220; Sights in Japan: Viele auf europ\u00e4isch getrimmte Restaurants und ein Meer aus kleinen Flaggen, die von den Reiseleitern getragen werden. Da der Zug gut gef\u00fcllt war und man die Luft am Ende schneiden konnte, genehmigten wir uns erst einmal ein Erfrischungsgetr\u00e4nk.<\/p><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/1_Breakfast-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/1_Breakfast-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189111277663960626\" \/><\/a><br \/><i>Melon Soda mit Vanille-Eis. Schmeckt der chemischen Optik zum trotz nicht k\u00fcnstlich, daf\u00fcr lecker.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Solcherma\u00dfen erfrischt irrten wir erst einmal ein paar Stra\u00dfen weiter. Orientierung in Japans St\u00e4dten stellt einen vor drei grunds\u00e4tzliche Probleme:<br \/>1.Stra\u00dfenbeschriftungen sind reine Gl\u00fcckssache. Selbst in Tokio sind die meisten Stra\u00dfen unbeschriftet.<br \/>2.Selbst wenn die Stra\u00dfen beschriftet sind, so geschieht dies meistens mit Kanjis f\u00fcr Eigennamen, die den meisten nicht bekannt sind.<br \/>3.\u00d6ffentliche Karten werden immer auf den Blickpunkt des Betrachters ausgerichtet. Steht man also vor einer Tafel, die nach Westen steht, ist Oben auf der Karte Westen, nicht Norden.<\/div>\n<p>Dank der Unterst\u00fctzung von Ray und Mini fanden wir dann doch den richtigen Weg, und konnten unsere ausgedehnte Wandertour zum Daibutsu beginnen.<\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/2_Little_shrine-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/2_Little_shrine-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189111281958927938\" \/><\/a><br \/><i>Kamakura wimmelt geradezu von charmanten kleinen Schreinen. In jedem einzelnen k\u00f6nnte man sich stundenlang reinsetzen und die Aussicht genie\u00dfen.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Es folgte ein geschlungener Bergpfad, der uns durch \u00fcppige Vegetation zu unserem ersten Stop f\u00fchrte: Ein in die Berge eingelassener Shinto-Schrein, der nur \u00fcber einen H\u00f6hlengang betreten werden kann.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/3_Little_Water_Shrine-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/3_Little_Water_Shrine-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189111286253895250\" \/><\/a><br \/><i>Eine der kleinen Gebets-St\u00e4tten. Man zieht an der Kordel, um durch eine Glocke die G\u00f6tter aufzuwecken, dann klatscht man in die H\u00e4nde, verbeugt sich tief und h\u00e4lt ein kurzes Gebet.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Ray war von dem Angebot total begeistert und st\u00fcrzte sich mit einem Arsenal an 5 yen M\u00fcnzen auf jeden Schrein, den sie finden konnte. Diese kleinen bronzenen M\u00fcnzen mit einem Loch in der Mitte gelten als Gl\u00fccksbringer und werden vor dem Gebet am Schrein in einen Opferkasten geworfen. Der Tempel ist harmonisch in die Felsen eingebettet, und verf\u00fcgt \u00fcber einen H\u00f6hlenschrein, in dem Japans beliebteste Geldw\u00e4sche steht.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/4_Cave_Shrine-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/4_Cave_Shrine-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189111286253895266\" \/><\/a><br \/><i>Vor diesem Schrein befindet sich ein Becken&#8230;<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/5_Money_Wash-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/5_Money_Wash-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189111290548862578\" \/><\/a><br \/><i>In dem man nach altem Brauch Geld mit Wasser aus den Kellen \u00fcbergie\u00dft. Angeblich bringt das so gewaschene Geld Gl\u00fcck und Reichtum.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Die Pilger warfen neben ihrem Kleingeld auch die Geldscheine in ihre Waschsch\u00fcsseln. Ich wei\u00df nicht, ob ich ein paar hundert Euro in einem Gebirgsbach tr\u00e4nken w\u00fcrde, aber angeblich ist der Yen gut wasserfest. <br \/>Unser weiterer Weg f\u00fchrte uns durch eine idyllische Berglandschaft mit den  unterschiedlichsten Blumen. Ich musste nie lange Aussicht halten, da bei jeder sch\u00f6nen Bl\u00fcte die beiden Japanerinnen losgurrten. Ich glaube dieses Ger\u00e4usch ist in internationalen Konventionen festgelegt, und klingt in etwa so: &#8222;Aaaaaaaawwwwh&#8220; Mein Verdacht ist ein gekoppelter Mechanismus, der bei bestimmten Schl\u00fcsselreizen der Kathegorie &#8218;Niedlich&#8216; wie Babies oder Blumen dieses Gurren ausl\u00f6st. Dicht darauf folgend wurde ein &#8218;Sugoi! Mite! Kawai!&#8216; abgefeuert, was dann auch das Kommando zum Kamera-Schuss war.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/6_Awww_Sugoi-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/6_Awww_Sugoi-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189117458121899650\" \/><\/a><br \/><i>Awwwwwh&#8230; Sugoi!!! Mite!<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Eine kleine Sammlung der Bilder findet ihr unter (Adresse hier). Am Fu\u00dfe des Berges angelangt wurde man von mehreren Schildern geschickt durch f\u00fcnffach gewendete Einkaufsstra\u00dfen geschleust, um endlich bei DER Attraktion Kamakuras anzukommen, dem Daibutsu (Dai = Gross, Butsu=Buddha). Diese  beeindruckende Statue ist 11,40m hoch und wiegt 91 Tonnen. Wir haben uns sogar das klaustrophobische Vergn\u00fcgen geg\u00f6nnt, in die Statue hinein zu klettern.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/7_Daibutsu_Group-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/7_Daibutsu_Group-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189117458121899666\" \/><\/a><br \/><i>Von links nach rechts: Ich, Mini, Ryan, Ray, Andi<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">F\u00fcr unser Gruppenfoto halfen ein paar junge japanische Touristinnen aus, die im Ausgleich ein Foto mit Ryan haben wollten. \u00dcberhaupt war er als gr\u00f6\u00dfter und breitester Gaijin eine Attraktion f\u00fcr die Japaner und wurde st\u00e4ndig fotografiert.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/8_Daibutsu_Sandal-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/8_Daibutsu_Sandal-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189117462416866978\" \/><\/a><br \/><i>Auch ein Buddha muss mal laufen: Daibutsu&#8217;s Sandalen<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Nach einem erfrischenden Mahl in einem Tempura Shop (gebratener Reis mit Beilagen) ging es weiter mit dem Bus zum Hokokuji-Tempel, der f\u00fcr seinen Bambushain ber\u00fchmt ist.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/9_Bamboo_Forest-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/9_Bamboo_Forest-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189117466711834290\" \/><\/a><br \/><i>Ein Blick nach Oben in das Bl\u00e4tterdach des Hikokuji-Tempels.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Auch der Meditationsgarten war mir ein Foto wert:<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/10_Temple_Garden-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/10_Temple_Garden-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189117475301768898\" \/><\/a><br \/><i>Einer der vielen Flecken, an denen man es durchaus l\u00e4nger aushalten k\u00f6nnte.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Nach weiteren 40 Minuten Fu\u00dfmarsch (Mini und Ray wieselten auch nach 7 Stunden Fu\u00dfmarsch wie Ameisen auf Exstacy hin und her) gelangten wir zu unserem letzten Stop,  dem Hokaji Tempel. Diese gewaltige Tempelanlage war zwar durchaus eindrucksvoll, aber irgendwie gefallen mir die ruhigeren, kleinen Anlagen besser.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/11_Spiky_Tree-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/11_Spiky_Tree-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189118136726732498\" \/><\/a><br \/><i>Japaner verpassen den Helden in ihren Animes gern &#8218;Spikey Hair&#8216;. Das gleiche haben sie sich wohl bei diesem Baum gedacht.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/12_Ceremonial_Area-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/12_Ceremonial_Area-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189118153906601698\" \/><\/a><br \/><i>Zeremonieller Bereich in den \u00e4u\u00dferen Bezirken des Tempels. Der eigentliche Schrein darf nicht direkt fotografiert werden.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Am Ende des Tages traf mich im Zug meine \u00fcber Tage verschleppte Erk\u00e4ltung mit voller Wucht, weshalb der Sonntag und ein Gro\u00dfteil des heutigen Tages im Bett verbracht wurden. Jetzt f\u00fchlen wir uns aber alle f\u00fcr unseren n\u00e4chsten Stop gewidmet: Fuji-San, der Japaner liebster Berg.<\/div>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wetter hatte Erbarmen mit uns, und so konnten Ryan, Andi, Mini, Ray und Ich den Weg nach Kamakura wagen. Obwohl es vor 30-40 Jahren ein total verschlafenes Nest war, wurde der Ort mit japanischer Pr\u00e4zision f\u00fcr den Tourismus erschlossen. Eine knappe Stunde Zugfahrt von Shinjuku aus lie\u00df uns am gesch\u00e4ftigen Bahnhof von Kamakura ankommen. 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