{"id":518,"date":"2008-04-16T23:39:00","date_gmt":"2008-04-16T22:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/mein-personliches-fuji-erlebnis\/"},"modified":"2008-04-16T23:39:00","modified_gmt":"2008-04-16T22:39:00","slug":"mein-personliches-fuji-erlebnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=518","title":{"rendered":"Mein pers\u00f6nliches Fuji Erlebnis"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size:85%; font-family:arial;\"><\/p>\n<div align=\"justify\">Jetzt w\u00fcrde ich ja gerne mit einer Vielzahl der atemberaubendsten Eindr\u00fccke und herzergreifend sch\u00f6nen Landschaftsfotos meine heroische Besteigung des Fuji dokumentieren. Aber daf\u00fcr haben wir einfach die falsche Zeit erwischt. Da man einem Reisef\u00fchrer ja nicht blind glauben muss, machten wir uns trotzdem mal auf den Weg zum Berg.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/1_Busfahrt-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/1_Busfahrt-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189976816653320034\" \/><\/a><br \/><i>So bequem sitzt man in einem japanischen Bus.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Das optische Highlight gab es eigentlich gleich zum Anfang: Am Fu\u00df des Berges liegt ein imposanter Schrein, der in einem Wald aus gigantischen Kiefern (oder Kiefernartig, ich bin kein Botaniker) ruht.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/2_Gateway_to_Fuji-11-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/2_Gateway_to_Fuji1-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189977065761423282\" \/><\/a><br \/><i>So begr\u00fc\u00dft einen der traditionelle Wanderweg zum Gipfel des Fuji.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/3_Big_Tree-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/3_Big_Tree-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189976820948287362\" \/><\/a><br \/><i>Die heiligen B\u00e4ume des Schreins k\u00f6nnen zwar keine Redwood Eichen schlagen, aber gro\u00df sind sie allemal.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Von der herrlichen Tempelanlage angestachelt marschierten wir z\u00fcgig zum offiziellen Wanderweg, der f\u00fcr die Bergbezwinger mit rosa Schleifen an den wenigen Kreuzungen markiert ist. Dieser Weg ist bestimmt wundersch\u00f6n, wenn der Mischwald, durch den er sich schl\u00e4ngelt, belaubt ist, aber so ging es ziemlich unspektakul\u00e4r \u00fcber rostfarbenes Laub an braunen Baumskeletten vorbei.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/4_Hiking_Trail-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/4_Hiking_Trail-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189976820948287378\" \/><\/a><br \/><i>Dieser Anblick bietet sich nahezu die ganzen 7,5 km bis zur ersten Schwelle.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Wenn man den Fuji besteigt, hat man drei Phasen. In der ersten Phase geht es durch einen im Hochsommer bestimmt sehenswerten Mischwald, immer leicht bergauf. Der Wald ist selbst ohne Laub leider zu dicht, um Seufzer ob eines sch\u00f6nen Ausblicks aussto\u00dfen zu k\u00f6nnen. Ich hatte mir in meiner Phantasie einen weiten Blick \u00fcber die geschwungene Landschaft zu den F\u00fc\u00dfen des m\u00e4chtigen Fuji ausgemalt und ganz aufgeregt die ganze Nacht ergriffene Aaaahs und Oooohs ge\u00fcbt (lassen wir an dieser Stelle lieber stehen was sich die anderen im Raum bei den Ger\u00e4uschen gedacht haben), und habe nicht ein einziges Mal einen freien Blick vom Fuji nach unten gehabt.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/5_Danger_Fire-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/5_Danger_Fire-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189976820948287394\" \/><\/a><br \/><i>Bei solchen Bildern ist der Text von Warnschildern \u00fcberfl\u00fcssig.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Phase 2 beginnt nach ca. 8 Kilometern mit Stufen, die zu einem von zwei Affenstatuen flankierten Tor f\u00fchren. Hinter dem Tor wird der Anstieg wesentlich steiler, und f\u00fchrt in 5 Etappen den Berg hinauf.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/7_Ascent-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/7_Ascent-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189977654171942850\" \/><\/a><br \/><i>Hier beginnen die 10 Etappen zum Erklimmen des Fuji.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/8_Getting_Difficult-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/8_Getting_Difficult-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189977654171942866\" \/><\/a><br \/><i>Die erste Etappe, hier sind wir schon an die Schneefallgrenze gekommen.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Hat man die ersten 5 Etappen \u00fcberwunden, an deren Ende jeweils eine kleine Station steht, landet man bei der gr\u00f6\u00dften Station. Diese wird auch als das Tor zwischen Himmel und Erde bezeichnet. Dort gibt es auch eine M\u00f6glichkeit, einen Bus zum Tal zu nehmen. Nach dieser Stelle beginnt die dritte Phase, ein steiler Aufstieg bis zum Gipfel des Fuji in 5 weiteren Etappen. Ab dieser Stelle h\u00f6rt die Bewaldung, die einem sonst den Blick ins Tal verwehrt, auf, und man kann sicherlich eine weitl\u00e4ufige Aussicht genie\u00dfen.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/9_Highest_Point-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/9_Highest_Point-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189977658466910178\" \/><\/a><br \/><i>Hier war f\u00fcr mich Schluss, da die Schneedecke immer tr\u00fcgerischer und rutschiger wurde. Von der Wirkung der K\u00e4lte auf meinen Husten einmal ganz abgesehen.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">All das war mir nicht verg\u00f6nnt. Auf 1520 Meter musste ich umdrehen, da der Weg immer schwieriger wurde und meine Erk\u00e4ltung sich immer st\u00e4rker bemerkbar machte. Da Max und Andi noch weiter wollten (Sie haben es aber auch nur bis Etappe 3 geschafft, dann war der Schnee h\u00fcfthoch), machte ich mich allein auf den R\u00fcckweg. Und da hatte ich es, mein sagenhaftes Fuji-Erlebnis. Die Sonne zog vorsichtig ihren Kopf aus den Wolken, zwischen meinen langsamen Schritten ert\u00f6nte das Zwitschern unz\u00e4hliger Singv\u00f6gel, und an einen Baum gelehnt wartete ein mannshoher Stock darauf, mir als Wanderstab zu dienen.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/10_Birch_Trees-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/10_Birch_Trees-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189977658466910194\" \/><\/a><br \/><i>Ein Birkenhain auf dem Weg nach unten.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Der folgende Marsch von 3 Stunden war sehr ruhig, und meinen Stab schwingend schlenderte ich den Berg hinunter und genoss den Frieden um mich herum. Es ist toll, einfach mal nichts zu machen au\u00dfer den Boden unter seinen Sohlen zu f\u00fchlen, das Klacken seines Stabs auf dem Weg zu h\u00f6ren und die Gedanken treiben zu lassen. Als ich am Ende im Tal angekommen war, opferte ich im Schrein eine 5-Yen M\u00fcnze f\u00fcr den Stock, das mir Gesellschaft geleistet hatte, und stellte ihn neben die Statue eines Wanderers. Tja, und das war mein Fuji. Keine tollen postkartentauglichen Bilder, kein &#8222;Ich war bei Sonnenuntergang am Gipfel&#8220; Erlebnis, kein einziger freier Blick ins Tal zum Schmelzen, aber daf\u00fcr meine ganz pers\u00f6nliche und besinnliche Fuji-Erfahrung.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/11_Me_and_my_Walkingstick-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/11_Me_and_my_Walkingstick-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5189977662761877506\" \/><\/a><br \/><i>Ich und mein Wanderstecken. Am liebsten h\u00e4tte ich ihn mitgenommen.<\/i><\/div>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jetzt w\u00fcrde ich ja gerne mit einer Vielzahl der atemberaubendsten Eindr\u00fccke und herzergreifend sch\u00f6nen Landschaftsfotos meine heroische Besteigung des Fuji dokumentieren. Aber daf\u00fcr haben wir einfach die falsche Zeit erwischt. Da man einem Reisef\u00fchrer ja nicht blind glauben muss, machten wir uns trotzdem mal auf den Weg zum Berg. 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