{"id":517,"date":"2008-04-18T11:06:00","date_gmt":"2008-04-18T10:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/von-traditionellen-hotels-und-verlorenen-museen-nagayo-und-osaka\/"},"modified":"2008-04-18T11:06:00","modified_gmt":"2008-04-18T10:06:00","slug":"von-traditionellen-hotels-und-verlorenen-museen-nagayo-und-osaka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=517","title":{"rendered":"Von traditionellen  Hotels und verlorenen Museen &#8211; Nagayo und Osaka"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size:85%; font-family:arial;\"><\/p>\n<div align=\"justify\">Schon wieder sind zwei Tage vorbei. Wenn man erst einmal auf Achse ist, und fast t\u00e4glich erst einmal eine Unterkunft finden und einchecken muss, bevor es ans Besichtigen gehen kann, rinnen einem die Stunden wie nichts durch die Finger. Der gestrige Tag ist bis auf die Unterkunft recht ereignislos verlaufen, da Nagoya eine Industriestadt ist, zu der wir nur aus Arbeitsgr\u00fcnden einen Abstecher machen mussten.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/1_Brunnen_Nagoya-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/1_Brunnen_Nagoya-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5190524927494733842\" \/><\/a><br \/><i>Ein Brunnen im Zentrum von Nagoya.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Da wir bis Abends Zeit hatten, kramten Andi und Ich im Reisef\u00fchrer nach Sehensw\u00fcrdigkeiten und wurden auch f\u00fcndig: Das Nagoya Robot Museum, das uns als Otaku Heaven, also Himmel f\u00fcr Geeks, angeboten wurde. Andi scheint irgend einem Anime-Helden \u00e4hnlich zu sehen, weshalb er bei den jungen Damen hier sofort fr\u00f6hliches Kichern und tiefe Augenaufschl\u00e4ge erntet, also \u00fcbernahm er die Aufgabe, nach dem Weg zu fragen. Die erstbeste Passantin blieb sofort stehen, und lieferte wieder ein Paradebeispiel f\u00fcr die sagenhafte Hilfsbereitschaft der Japaner: Sie hatte keinerlei Ahnung, wo dieses Museum war, und m\u00fchte sich eine Viertelstunde durch unsere gesamten Karten. Wir haben das schon mehrfach erlebt, selbst wenn die Leute hier keinen blassen Schimmer haben, versuchen sie mit vollstem Einsatz, dennoch zu helfen.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/2_Think_Pink-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/2_Think_Pink-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5190524931789701154\" \/><\/a><br \/><i>An dieser Stelle war mal der Eingang zum Roboter Museum.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Leider brachte alles nichts: Das Nagoya Robot Museum wurde letzten Herbst geschlossen, weshalb wir uns etwas geknickt auf dem Weg zum Atetsu Schrein machten, der 1900 Jahre alt ist und angeblich der zweitwichtigste Shinto-Schrein des Landes. Der str\u00f6mende Regen hat aber daf\u00fcr gesorgt, das wir nach ein paar Fotos wieder zum Hotel flohen.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/3_1k_Year_Tree-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/3_1k_Year_Tree-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5190524936084668466\" \/><\/a><br \/><i>Eine tausend  Jahre alte Zypresse, das sch\u00f6nste Exemplar im Schrein.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Das Hotel war \u00fcbrigens ein Ryokan, ein traditionell gef\u00fchrtes japanisches Hotel. Dort werden die Betten auf sehr bequemen Futons am Boden gemacht, der aus Tatami-Matten besteht. Man bekommt Schlaf-Kimonos und darf am Abend Baden, denn in Japan ist es gute Tradition, den Tag mit einer halben Stunde in einem hei\u00dfen Becken ausklingen zu lassen. Ich brauche nicht zu erw\u00e4hnen, das wir danach wie Steine ins Bett gefallen sind und gut geschlafen haben.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/4_Sakura_Tea-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/4_Sakura_Tea-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5190524936084668482\" \/><\/a><br \/><i>Kirschbl\u00fctentee zum Fr\u00fchst\u00fcck. Ja der war so lecker wie er aussieht.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Nach einem leckeren Fr\u00fchst\u00fcck ging es mit dem Shinkansen nach Osaka. Bahn fahren in Japan ist ein absoluter Genuss, da diese Z\u00fcge ebenso schnell wie komfortabel sind. Diese futuristischen Flundern schleichen in den Bahnhof, und wenn man innen sitzt, wird man vom sonoren Summen der Motoren begr\u00fc\u00dft. Bei der Abfahrt wird man leicht in die weichen Polster gedr\u00fcckt, w\u00e4hrend das Summen zu einem Sirren wird, wenn die m\u00e4chtigen Aggregate den Zug auf gute 250kmh schleudern. W\u00e4hrend der Fahrt passieren regelm\u00e4\u00dfig Stewardessen die Wagons und verkaufen g\u00fcnstig Speisen und Getr\u00e4nke. Wenn sie am Ende des Wagens abkommen, schieben sie ihren Wagen durch, drehen sich zu den G\u00e4sten (Alle Sitze zeigen in Fahrtrichtung und sind zu diesem Zweck schwenkbar) und verbeugen sich tief, w\u00e4hrend sie mit einem L\u00e4cheln danken, dass sie den G\u00e4sten zu Diensten sein durften.. Das ist so liebenswert und freundlich das ich echt aufspringen und die knuddeln k\u00f6nnte!<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/5_Add_Subway-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/5_Add_Subway-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5190525464365645906\" \/><\/a><br \/><i>Knuddelige Tiere auf einer Werbetafel in der U-Bahn. Die Japaner stehen auf superzuckerobers\u00fc\u00df.Schaut auch mal das retuschierte Lachen vom Hasen links an.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Ich habe noch etwas wichtiges gelernt: Normal verschweige ich mein Heimatland im Ausland lieber, weil man als Deutscher gerade von Amerikanern und Briten gerne von der Seite angemacht wird. Nicht so in Japan, hier ist es genau das Gegenteil. Nachdem ich es anfangs nicht glauben konnte, versuchte ich es ein paar mal, und in der Tat hat es sich ausnahmslos best\u00e4tigt: Sobald die Japaner erfahren, das man aus Deutschland kommt, schrauben sie ihre Xenophobie ein paar G\u00e4nge zur\u00fcck und man kann mit ihnen viel zwangloser reden.  Die meisten werfen einem dann sofort ein &quot;Guten Tag!&quot; entgegen und fragen sofort, ob man aus M\u00fcnchen oder Berlin kommt.  Ein &quot;Doitsu-Jin des&quot; am Anfang einer Unterhaltung bewirkt tats\u00e4chlich wahre Wunder hier und bringt einem schon mal ein Freigetr\u00e4nk ein.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/6_Friendly_Coffee-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/6_Friendly_Coffee-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5190525468660613218\" \/><\/a><br \/><i>Apropos freundlich: Beachtet mal die Aufschrift auf diesem Kaffee-Automaten. Dort wird der Kaffee als &#8218;Quick, Tasty, Friendly&#8216; angeboten. In welchem Land der Welt w\u00e4re es denn bitte den Menschen wichtig, das ein Kaffee freundlich ist??<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Heute waren wir in Osaka noch auf der Burg, die sehr viel interessantes Material hatte. Leider war in der Burg Fotografierverbot, also verschone ich euch mit den Details zum Summer War von Osaka von 1614. Jetzt werden wir uns noch ein wenig das Nachtleben in Osaka anschauen, bevor es Morgen wieder kulturlastig wird: N\u00e4chster Stopp sind 4 Tage in der alten Kaiserstadt Kyoto. Da werdet ihr dann hoffentlich von mir lernen, was ein Kaiseki ist, ob eine Teezeremonie das h\u00e4lt, was sie verspricht und ob man ins Gef\u00e4ngnis kommt, wenn man die ber\u00fchmten Geishas von Kyoto fotografiert.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/7_Osaka_Castle-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/04\/7_Osaka_Castle-337x450.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5190525472955580530\" \/><\/a><br \/><i>Die Burg von Osaka. Der Erbauer der Festung ist in Osaka sowas wie ein Volksheld und seine Lebensgeschichte wird in der Burg an 19 Bildschirmen erz\u00e4hlt.<\/i><\/div>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon wieder sind zwei Tage vorbei. Wenn man erst einmal auf Achse ist, und fast t\u00e4glich erst einmal eine Unterkunft finden und einchecken muss, bevor es ans Besichtigen gehen kann, rinnen einem die Stunden wie nichts durch die Finger. 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