{"id":507,"date":"2008-05-04T06:32:00","date_gmt":"2008-05-04T05:32:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/letzte-station-nikko-teil-1-die-nikko-park-lodge\/"},"modified":"2008-05-04T06:32:00","modified_gmt":"2008-05-04T05:32:00","slug":"letzte-station-nikko-teil-1-die-nikko-park-lodge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=507","title":{"rendered":"Letzte Station: Nikko \u2013 Teil 1, die Nikko Park Lodge"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size:85%; font-family:arial;\"><\/p>\n<div align=\"justify\">Urspr\u00fcnglich stand Nikko nicht einmal auf meinem Reiseplan, und ich verdanke es einem reinen Zufall, dass ich beschlossen habe, als letzte Station vor Tokyo und dem R\u00fcckflug das kleine St\u00e4dtchen Nikko anzusteuern. Direkt nach der Ankunft stand ich vor einem gro\u00dfen Problem: Ich wusste zwar, das am 29.04. ein Feiertag ist, aber nicht, dass dieser Feiertag zur sogenannten goldenen Woche ausgebaut wird. Sinnigerweise hatte ich die falsche Tourist Information gew\u00e4hlt, die keine Hotelreservierungen anbot, und so packte ich ein B\u00fcndel Prospekte, eine Tasche voll Kleingeld, und machte mich ans spannende Abenteuer der Hotelsuche. Nach 12 Anrufen war mein M\u00fcnzvorrat \u00fcbel dezimiert, und die sinkende Sonne stellte mir allm\u00e4hlich ein  Ultimatum: Bleiben und auf das Gl\u00fcck hoffen und Notfalls auf der Stra\u00dfe schlafen, oder mit eingekniffenem Schwanz nach Tokyo. Da ich mich durch mehr Mut als Vernunft auszeichne, w\u00e4hlte ich Variante 1. Und tats\u00e4chlich, mit der sprichw\u00f6rtlich letzten M\u00fcnze fiel der Groschen: Ich versuchte es bei der Nikko Park Lodge, die laut Prospekt nur Doppelzimmer anbot.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/1_Arrival_Nikko-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/1_Arrival_Nikko-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5196392152039195650\" \/><\/a><br \/><i>Der erste Eindruck von Nikko: Gr\u00fcn, bergig, lauschig.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Der ausgesprochen muntere Angestellte best\u00e4tigte dies und konnte seine \u00dcberraschung nicht verbergen, als ich erkl\u00e4rte, dass ich eben f\u00fcr zwei Personen zahle (breit genug bin ich ja). Ich glaube er wollte echt meinen Geldbeutel schonen, aber das Zimmer ist gar nicht so teuer, und er gab mir sogar noch einen gro\u00dfz\u00fcgigen Rabatt. An dieser Stelle hatte ich noch keine Ahnung, was f\u00fcr ein unversch\u00e4mtes Gl\u00fcck ich hatte, aber bekanntlich ist das Gl\u00fcck ja mit den Du.. \u00e4h T\u00fcchtigen. Gleich zu Beginn wurde ich vom Koch abgeholt, der mich auf dem Weg zum Einkaufen mitnahm. So besuchten wir einen Gro\u00dfmarkt und einen 100yen Markt,  in dem man jeden m\u00f6glichen Krempel f\u00fcr 100 Yen bekommt.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/2_100_Yen_Market-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/2_100_Yen_Market-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5196391606578348994\" \/><\/a><br \/><i>Ein japanischer 100 yen Laden.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Das Nikko Park Lodge ist die mit Abstand genialste und unterhaltsamste Unterkunft, die ich in Japan bezogen habe. Es ist eine Mischung aus Herberge, Bergh\u00fctte, Mini-Hotel und Hardrock Caf\u00e9, ein winziger Holzbau im Stadtpark, der von einem ehemaligen japanischen Rockmusiker aus Tokyo gef\u00fchrt wird. Ken wird von Ryazu unterst\u00fctzt, einem ehemaligen Shinto-M\u00f6nch aus Osaka, der neben seiner Aufgabe als Koch (rein veganisch) jeden Morgen um 07:00 Zen Yoga Stunden gibt (ich war dabei, eine klassische Stefan-Katastr\u00f6die).<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/3_Park_Lodge_inn_Front-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/3_Park_Lodge_inn_Front-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5196391610873316306\" \/><\/a><br \/><i>Das Nikko Park Lodge. Einer der besten Orte, um in Japan zu \u00dcbernachten und meine Messlatte an Gastfreundschaft in Japan.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Des weiteren arbeiten f\u00fcr ihn eine zierliche Japanerin, die gut Franz\u00f6sisch spricht, eine Neuseel\u00e4nderin und eine \u00d6sterreicherin aus Innsbruck. Jeder Gast wird von allen wie ein Familienmitglied begr\u00fc\u00dft, und man muss\/darf zuerst ein mal mit der ganzen Runde auf einen Tee in die K\u00fcche, wo einem enthusiastisch die tollsten Wanderwege rund um Nikko erl\u00e4utert werden, w\u00e4hrend Ken Gem\u00fcse schnippelt, der M\u00f6nch die Pfannen schwingt und man selbst st\u00e4ndig Geschirr weiterreicht.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/4_Park_Lodge_Inn_Common_Room-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/4_Park_Lodge_Inn_Common_Room-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5196391615168283618\" \/><\/a><br \/><i>Der Gemeinschaftsraum. Abends lungern hier Menschen aus aller Welt, und jeder redet mit jedem.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Der zweite Dreh- und Angelpunkt ist der Gemeinschaftsraum, ein uriger gro\u00dfer Raum mit dunklen Holztischen, zwei gem\u00fctlichen Sofas, in denen st\u00e4ndig jemand herumlungert, und einem Verst\u00e4rker samt E-Gitarre sowie zwei akkustische Gitarren. Abends versammeln sich die G\u00e4ste und Ken beweist an der E-Gitarre, dass auch Japaner verdammt gut abrocken k\u00f6nnen. Ab 22:00 beginnt die Abendruhe, und das schwere Ger\u00e4t wird gegen die leiseren klassischen Gitarren getauscht. Erstaunlich, wie viel Leute Gitarre spielen k\u00f6nnen, und beim gemeinsamen Singen und Spielen kommt allerbeste Lagerfeuerstimmung auf. Das Publikum sind \u00fcberwiegend westliche Touristen, und zum allergr\u00f6\u00dften Teil Neuseel\u00e4nder. Das hat auch einen Grund, doch mehr dazu sp\u00e4ter. Alle sind Rucksackreisende um Mitte 20 bis 30, und allein wegen der M\u00f6glichkeit, sich in so einer tollen Atmosph\u00e4re mit vielen Leuten \u00fcber die besten Ziele und Erlebnisse in Japan auszutauschen ist das Nikko Park Lodge ein klares MUSS f\u00fcr den Japanreisenden. Die \u00dcbernachtung selbst schie\u00dft einen in seine Jugend zur\u00fcck, denn wer kein Doppelzimmer hat, schl\u00e4ft in Zimmern mit Stockbetten. Auch dort ist aber jedes Bett mit einer beheizbaren Matraze ausger\u00fcstet, was die N\u00e4chte herrlich kuschelig macht.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/5_Band_Part1-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/5_Band_Part1-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5196391619463250930\" \/><\/a><br \/><i>Rechts der M\u00f6nch an der Klassik, Pete am Bass und links versteckt ein ehemaliger Bandkollege von Ken.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Zum kr\u00f6nenden Abschluss gab es gestern Abend noch ein Impro-Blues Konzert, mit Ken an der Leadgitarre, zwei weiteren Japanern als Verst\u00e4rkung, Pete, einem jungen Neuseel\u00e4nder am E-Bass, Daniel, einem Kanadier der im Norden Japans Grundschulkinder in Englisch unterrichtet, als S\u00e4nger und an der Mundharmonika, und meine Wenigkeit als Percussion an einem improvisierten Schlagzeug aus Dosen, Bierflaschen und einer leeren Tonne, wenn ich nicht gerade gefilmt habe.<\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><a href=\"http:\/\/stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/6_Band_Part2-1-1.jpg\"><img decoding=\"async\" style=\"display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2008\/05\/6_Band_Part2-450x337.jpg\" border=\"0\" alt=\"\"id=\"BLOGGER_PHOTO_ID_5196392156334162962\" \/><\/a><br \/><i>Links nochmal ein Bandkollege von Ken, rechts daneben ein Freund von Ken, der zum Jammen gekommen ist. Er spielt auf einer echten Fender von 1960 und ist richtig gut.<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"justify\">Ken selbst scheint eine Art Anti-Foto Schutzfeld zu haben, da alle Aufnahmen von ihm unscharf geworden sind. Es war auf jeden Fall ein riesen Spa\u00df, und dank dem Yoga heute Morgen bin ich gut in den Tag gekommen. Nikko Park Lodge &#8211; ich komme wieder!<\/div>\n<p><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Urspr\u00fcnglich stand Nikko nicht einmal auf meinem Reiseplan, und ich verdanke es einem reinen Zufall, dass ich beschlossen habe, als letzte Station vor Tokyo und dem R\u00fcckflug das kleine St\u00e4dtchen Nikko anzusteuern. 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