{"id":349,"date":"2012-06-03T09:37:17","date_gmt":"2012-06-03T08:37:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/?p=349"},"modified":"2012-06-03T09:37:17","modified_gmt":"2012-06-03T08:37:17","slug":"tag-12-kyoto-sie-koennen-soviel-fahren-wie-sie-wollen-wir-liefen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=349","title":{"rendered":"Tag 12 Kyoto : Sie koennen soviel fahren wie sie wollen. Wir liefen weiter als wir konnten."},"content":{"rendered":"<div id=\"dE_H\" style=\";width: 100%; height: 100%;\">\n<div>So langsam n\u00e4hert sich das Ende unserer Japanreise. Auf dem Papier fliegen wir in 5 Tagen ab, aber es gibt so vieles zu sehen und erleben, dass sich bei mir schon ein bisschen der Abschiedsblues ank\u00fcndigt. Nat\u00fcrlich gibt es den einen oder anderen Tag, wo man sich nach zig sch\u00f6nen Orten und vielen Tageskilometern ein wenig reisemuede f\u00fchlt, aber das verfliegt schnell bei dem Gedanken, wie schoen das erlebte ist. Dazu kommt, dass ich Japan ausgesprochen gerne mag, da ich mich bei den Japanern sehr wohl f\u00fchle. Die Leute sind technikbegeistert, fr\u00f6hlich und in allem enthusiastisch. Das ist wirklich ansteckend. Imogen gef\u00e4llt es hier ebenfalls sehr, wenn auch aus anderen Gr\u00fcnden. Die meisten Pluspunkte verdient Japan aus Sicht (m)einer Frau, dass es so gut wie an jeder Ecke blitzsaubere, gratis benutzbare \u00f6ffentliche Toiletten gibt. F\u00fcr den weiblichen Harndrang ist auf eine Art und Weise gesorgt, dass es f\u00fcr mich schon beinahe etwas religi\u00f6s-fanatisches hat. Pragmatisch betrachtet trinken die Leute hier allerdings unmengen gr\u00fcnen Tee, da dr\u00fcckt es dem Volk auch mehr auf der Blase.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>Mit solch f\u00fcrstlicher Versorgung l\u00e4sst sich die Frau auch auf l\u00e4ngere Unternehmungen locken, und so nutzten wir einen herrlich sonnigen Tag, um das Kyoto Bus Tagesticket ordentlich auszureizen. Soviel kann ich vorneweg verraten: All you can Bus ist wie all you can eat &#8211; wer hier den Wirt armfressen will, verrenkt sich vorher den Magen.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img9ab3c5b7-9218-4836-98ee-bc17e2e1a476\" style=\"height: 359px; width: 540px; opacity: 1;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/7951d93b-dc55-45ac-a289-affb3b2f154f.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Deutscher Erfindergeist trifft japanische Technologie: Mein patentiertes Sockenschnelltrockungsverfahren. Bei nicht frisch gewaschenen Socken nur in gut gel\u00fcfteten R\u00e4umen anwenden!<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img4afc339a-63ca-4970-bdc7-2c76786b6a87\" style=\"height: 359px; width: 540px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/8b0cb87c-ea42-4657-b0db-830147137e6a.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>F\u00fcr eine handvoll Yen: dieser handliche Muenzhaufen ist der genau abgez\u00e4hlte Betrag f\u00fcr zwei Tageskarten. Die Angestellten am Schalter freuten sich aus unerfindlichen Gr\u00fcnden nicht \u00fcber unsere Kreative bezahlweise. \u00a0<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits am fr\u00fchen Morgen sa\u00dfen wir im Bus zum Kiyomizu Tempel, der f\u00fcr seine Steilhang Lage und die heilkr\u00e4ftige Quelle (mizu = Wasser) bekannt ist. Auch bei diesem Schrein setzten sich zwei unserer Sightseeing Themen fort: erstens werden momentan ca. 30% aller Schreine in Japan restauriert und in formsch\u00f6nen Baugeruesten verpackt, und zweitens ist das Erleben k\u00f6rperlicher Limits eine stete Herausforderung f\u00fcr meine Frau und mich.<\/p>\n<p>Auf uns wirkte Kiyomizu ein wenig wie ein spirituelles Disneyland. Bereits direkt am Eingang gab es zwei eiserne Speere, an denen die Touristen in bester Hau den Lukas Manier ihre Kr\u00e4fte erproben konnten. Bei dem kleineren schafften dies viele (er wog nur ca. 25 kg). Der groessere ist der Speer von Benkai, ein legendaeren Kriegermoench, der das Ding als Waffe gef\u00fchrt haben soll. Angesichts der gut 100 kilo Gewicht und dem sehr glatten Metall kann ich mir das aber nur schwer vorstellen. Obwohl ich mich wirklich angestrengt habe, rutschte ich immer wieder ab und bekam das Ding einfach nicht in die H\u00f6he. Bei Flitterwochen eine missverst\u00e4ndliche Aussage, ich meine damit nat\u00fcrlich diesen Eisenspeer. Also&#8230;. Wahrscheinlich sage ich besser einfach nichts mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"imgc9319b1c-9578-4bf4-815a-9398d52f657d\" style=\"height: 391px; width: 540px; opacity: 1;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/67867123-77d2-4d6d-a980-364e08f2b307.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><em>Ordentliches Besichtigen ist anstrengend. Wir konnten sehr gut nachempfinden, wie es dem Jungen ging.<\/em><\/span><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img6b971266-855b-4221-8372-8a6007867d2e\" style=\"height: 527px; width: 350px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/95c2e6c6-c800-4c71-9da6-723f38981e91.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Ich beim Aufw\u00e4rmen vor dem gro\u00dfen Benkai Speer. Am Abend habe ich dann nachgelesen, wie man ihn anheben kann. Es gibt einfach unter dem oberen Holzrahmen einen bequemen Haltegriff. Wenn ihr die Leute beeindrucken wollt, merkt euch das.<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber wo ich schon so eine sch\u00f6ne \u00dcberleitung habe: Die zweite Attraktion waren die beiden Liebessteine. Der Legende nach sind diese Felsen dem Gott der Liebe gesegnet, dessen treuer Helfer ein ziemlich psychopathisch aussehender Hase mit feuerroten Augen ist. Wenn man nun den ersten Felsen mit geschlossenen Augen ber\u00fchrt und dann blind zum zweiten Felsen l\u00e4uft (ca. 20 Meter), findet man angeblich seinen Partner f\u00fcrs Leben. F\u00fcr eine leichte Ironie sorgte, dass die meisten Anw\u00e4rter scheiterten, weil sie in den dichtgepackten Touristenmassen h\u00e4ngen blieben. Das war bestes Zen: Bei der Suche nach dem wahren Partner werden wir durch zu viele Menschen abgelenkt.<\/p>\n<p>Gleich um die Ecke des zweiten Liebessteins stand noch ein kleiner Schrein f\u00fcr den Schutzgott der Frauen. Hinter diesem Schrein steht eine Zeder, an der japanische Frauen Voodoopuppen ihrer Feinde genagelt haben, damit der Schutzgott den Herren saures gibt. Es ist m\u00fc\u00dfig zu erw\u00e4hnen, dass der Baum unz\u00e4hlige L\u00f6cher von N\u00e4geln hat.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img78174294-df75-4f48-94d2-f84b6d16dda6\" style=\"height: 359px; width: 540px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/f4ba5fb7-5e13-4e52-ad14-5704640b8da0.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><em>Der Liebesgott und sein Helfer, Psychohase. Meine Bewerbung als Liebesgott in Ausbildung wurde leider trotz der \u00fcberzeugenden Darbietung knapp abgelehnt.\u00a0<\/em><\/span><\/div>\n<div align=\"center\">\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"img7e965633-0c2e-4acc-b957-0704c0188c8e\" style=\"height: 527px; width: 350px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/9b9fe32f-7f1c-42fb-80be-ae3cd035205f.jpg\" alt=\"\" \/><\/span><\/div>\n<div align=\"center\"><em>Fotobewertung nach dem Zieleinlauf. Der kritische Schiedsrichter urteilt \u00fcber das Liebesgl\u00fcck hoffnungsvoller junger Japanerinnen.<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img50e91805-a45a-4035-8521-510f94525f8f\" style=\"height: 527px; width: 350px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/f1add3ba-525a-4250-a87c-121b57a1a6e8.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<div align=\"center\"><em>Imogen beim symbolischen Feinde verfluchen. Wir haben zwar gar keine, aber ein bisschen Fluch auf Vorrat ist doch ein gutes Gef\u00fchl. Mir war nur etwas unheimlich, mit welcher Begeisterung sie das durchf\u00fchrte. Memo an mich: extra lieb zur Frau sein!<\/em><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den Schluck aus der heiligen Quelle sparten wir uns dann. Es standen mehr Leute an als beim Bananentag in der damaligen DDR und Heilkr\u00e4fte bringen nichts, wenn man vorher an Altersschw\u00e4che gestorben ist.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img4788e7cd-21e6-46c6-b294-51c2b96a7ffe\" style=\"height: 359px; width: 540px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/773f5eae-b795-4eed-b272-c1d5b930a2ba.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<div align=\"center\"><em>Um auch einen Bildungsanspruch zu erf\u00fcllen: Drei Wasserstrahlen, drei Wirkungen. Gesundheit, Liebe und Erfolg bei Pr\u00fcfungen sind im Angebot. Von allen dreien zu trinken gilt als gierig.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Anschliessend fuhren wir mit dem Bus Richtung Ginkakuji (silberner Pavillon), und stiegen zwei Stationen vorher aus, um uns dem Schrein \u00fcber die Strasse der Philosophen zu n\u00e4hern. Und hier war im wahrsten Sinne des Wortes der Weg das Ziel, da wir diesen Pfad zuerst nicht gefunden haben. Wir fanden zwei junge Japanerinnen im Kimono, die geduldig unsere Frage anh\u00f6rten, aufmerksam die Karte studierten und dann den ber\u00fchmten &#8222;Space Out&#8220; Blick bekamen. Um nicht bis zum n\u00e4chsten Tag in verlegener Stille zu verharren, fragte ich noch einmal nach und erfuhr, dass auch die Japanerinnen Touristinnen waren. Und sie hatten sich offensichtlich hoffnungslos verlaufen, denn kaum waren wir weitergegangen, hefteten sie sich unaufdringlich mit ca. 50 Meter Abstand an uns. Ich f\u00fchlte mich wie ein stolzer Entenh\u00e4uptling , dem die K\u00fccken folgen. Lag vielleicht auch daran, dass ich trotz Planlosigkeit unersch\u00fctterliche Zuversicht ausstrahlte: Ein Mann verirrt sich nie. Er wird nur gelegentlich von heimt\u00fcckischen Ortswechseln seiner Umgebung \u00fcberfallen.<\/p>\n<p>Mit einem kleinen Umweg fanden wir dann auch die Strasse der Philosophen und folgten ihr ergriffen. Eine Erkenntnis jagte hier die n\u00e4chste: ich erkenne, dass die F\u00fc\u00dfe schmerzen. Wenn auf dem Philosophenweg keine Philosophen sind, ist es trotzdem hei\u00df. Das Wasser flie\u00dft wie das Sein, aber im Moment hab ich einfach einen Mords Durst. \u00a0Wenn ein Tourist in den Bach f\u00e4llt, und keiner zieht ihn raus, ist er dann nass?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><em><img decoding=\"async\" id=\"imgec9bc21e-b19d-4f4d-bd10-ea82eb19f433\" style=\"height: 359px; width: 540px; opacity: 1;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/728de6a6-6d48-4cec-bba9-3b99883682ae.jpg\" alt=\"\" \/><\/em><\/div>\n<div align=\"center\"><em>Werde ich beim Tempel viel Essen und Trinken oder sehr viel? Gedanken von unergr\u00fcndlicher Tiefe kommen beim Weg der Philosophen wie von selbst.<\/em><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr meine Frau war der sch\u00f6nste Moment dieses Weges wohl die Futterbuden beim Schrein. Wir waren bereits 5 Stunden unterwegs, und so st\u00fcrzte sie sich auf alles, das essbar war. Besonders begeistert war sie von den eingelegten Gurken am Spie\u00df. Die waren wirklich lecker und bei der Hitze genau das richtige, wenn auch in dem Aussehen etwas gewohnungsbeduerftig. Die Japaner vertilgen diese Gurken in Massen.<br \/>\nNach einer gr\u00fcndlichen Wanderung durch den sch\u00f6nen Garten des Ginkakuji war die n\u00e4chste Busfahrt zum Fluss f\u00e4llig. Anscheinend sind Flussufer international genormte Entspannungsorte, da sich hier die Japaner vom Japaner sein erholten und wie ganz normale Menschen picknickten, spazieren gingen, schliefen, oder musizierten. Ja, musizierten. Im Gegenzug zu den unmotivierten Bongobummlern in Englischen Garten \u00fcbten hier komplette Blechbl\u00e4serensembles. Da liegt aber auch daran, dass \u00fcben zu Hause aufgrund der (nicht sprichw\u00f6rtlich sondern wortw\u00f6rtlich) W\u00e4nde aus \u00a0Papier schwer m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Wir liessen uns in der N\u00e4he eines gr\u00f6\u00dfere Picknicks nieder und beobachten junge erwachsene Japaner beim Anbandeln. Das war wie eine Zeitreise in die Kindheit: \u00a0es wurde R\u00e4uber und Gendarme gespielt, V\u00f6lkerball, oder blinde Kuh, und immer wurde jede Gelegenheit genutzt, um einmal herzhaft &#8222;aus Versehen&#8220; zuzupacken (die M\u00e4nner) bzw. laut zu kichern und davonzulaufen (die Frauen). Entweder gibt es eine geheime weitere Stufe, wie da dann doch noch zeugungsf\u00e4hige Paare daraus werden, oder der Japaner genie\u00dft die spa\u00dfigen Teile des Lebens und \u00fcberl\u00e4sst den Bevoelkerungserhalt geheimen unterirdischen Klonlabors. Ich tippe auf zweiteres.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"imgdd0330d1-657d-4528-bfa7-9045e7ffb37c\" style=\"height: 335px; width: 470px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/900b1fc2-18d0-4ff9-a309-fe8cf58fb78d.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<div align=\"center\"><em>Wer niemand zum R\u00e4ubern oder Gendarmieren hatte, meditierte eben solo<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was nun folgte, ist mir aus der heutigen Sicht nicht ganz schl\u00fcssig: Nach dem Ausruhen am Fluss waren wir zumindest aus dem Tal des Elends in die Strasse der Ersch\u00f6pfung eingebogen. Dennoch beschlossen wir, noch einen kleinen Abstecher durch den Park des Imperialen Palasts zu machen. Und kleiner Abstecher ist hier relativ: Abk\u00fcrzungen sind nicht wirklich m\u00f6glich, und der Park ist sehr weitfl\u00e4chig.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfz\u00fcgige Gestaltung der Fl\u00e4chen dort \u00fcbte einen zerm\u00fcrbenden Charme auf uns aus, da zumindest ich nur noch unendliche Kieswege sah. Meine Frau war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich ansprechbar, aber ich glaube, sie hat ihre letzten Reserven mobilisiert. Ihr &#8222;jetzt gehen wir aber schon langsam zur\u00fcck ins Hotel&#8220; lie\u00df im Ton keinen Zweifel, dass dies eine Aussage und kein Diskussionsangebot war.<\/p>\n<p>Ich bin schon sehr gespannt, wie sehr sie sich dar\u00fcber freut, dass wir \u00fcbermorgen noch die Insel Miyajima abklappern. Sie hat bei meiner Ank\u00fcndigung, dass die Strecken bisher gegen den Berg dort kinderleichtes Aufw\u00e4rmtraining waren mit einem strahlenden L\u00e4cheln reagiert. Also zumindest habe ich ihre Z\u00e4hne gesehen. Das Busticket hat die Stadt \u00fcbrigens nicht Arm gemacht. Wir haben es gerade so geschafft, gen\u00fcgend der \u00fcberf\u00fcllten Busse zu nehmen, um nicht teurer als Einzelfahrten zu kommen. Das n\u00e4chste Mal werde ich nicht versuchen, die perfekte Nutzung einer Tageskarte zu forcieren.<\/p>\n<\/div>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"imge316d916-a7f3-4d1c-a0bd-9b6fef4345d6\" style=\"height: 359px; width: 540px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/06\/4ce12288-8324-4f4a-867f-d3b5e9fef2e8.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<div align=\"center\"><em>Der imperiale Park in Kyoto. Unendliche Weiten&#8230;.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So langsam n\u00e4hert sich das Ende unserer Japanreise. Auf dem Papier fliegen wir in 5 Tagen ab, aber es gibt so vieles zu sehen und erleben, dass sich bei mir schon ein bisschen der Abschiedsblues ank\u00fcndigt. 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