{"id":310,"date":"2012-05-30T14:40:42","date_gmt":"2012-05-30T13:40:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/?p=310"},"modified":"2012-05-30T14:40:42","modified_gmt":"2012-05-30T13:40:42","slug":"tag-8-9-nara-kuscheltiere-und-fragebogengangs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=310","title":{"rendered":"Tag 8 + 9 Nara: Kuscheltiere und Fragebogengangs"},"content":{"rendered":"<div id=\"dE_H\" style=\";width:100%; height:100%; ;\">\n<div>Bereits fr\u00fch am Morgen ging es weiter Richtung Nara. Ich hatte ganz vergessen, wie Nara von Nikko aus liegt, und mit allen Regionalzuegen waren wir auf einmal den gesamten Tag unterwegs, bis wir in Nara waren. Dabei hatten wir jede Menge Gelegenheit, uns im komfortablen Hochgeschwindigkeitszug auszuruhen. Die japanischen Bahnangestellten lassen etwas den Eindruck eines Bienenstocks aufkommen, da jede Aufgabe schnell und effizient ausgef\u00fchrt wird. Als unser Zug am Bahnhof Tokyo noch vorbereitet wurde, wuselten Mannschaften von Reinigungsdrohnen von Wagen zu Wagen und trimmten den Zug auf den Japanischen Hygiene Standard. Das bedeutet, dass ich mir ernsthaft \u00fcberlege, meine Frau bei der Geburt des ersten Kindes nach Japan zu fahren und die Geburt im Shinkansen einzuleiten, jeder normale Kreissaal ist eine M\u00fcllhalde dagegen.&nbsp;<br \/>\n<\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.296875); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469); \"><\/span><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469); \">&nbsp;&nbsp;<\/span><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469); \">&nbsp;<img decoding=\"async\" id=\"imge1725af3-b133-4adb-a160-fd9a9108faa2\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/0e34e0b6-fa75-4b2f-b2b4-539f2ffdc200.jpg\" style=\"height:359px;width:540px;opacity:1\" class=\"\"><br \/><\/span><br \/><em>Erstes Testsitzen, jetzt entspannen und pressen.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469); \"><img decoding=\"async\" id=\"img06d05a00-2de8-4037-8190-3c69c09674ab\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/9b2e6ef4-e3a4-47f2-b5e3-5df29306b730.jpg\" style=\"height:359px;width:540px;left:330px;top:2395px;opacity:1\" class=\"\" mvc=\"false\"><\/span><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469); \"><br \/>\n<\/span><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469); \"><br \/><\/span><em>Wir sind Reinigungspersonal. Widerstand ist zwecklos.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<p>Als wir dann endlich in Nara ankamen, goss es &#8211; welch \u00dcberraschung &#8211; wieder aus allen Rohren. Ich hab&#8217;s sonst nicht so mit dem Wetter, aber in diesem Moment habe ich das doch pers\u00f6nlich genommen. Wir reisen bei strahlendem Sonnenschein ab, und wenn wir dann mit dem riesigen Koffer am Zielbahnhof stehen, sind die 10% Niederschlagswahrscheinlichkeit in einen Wolkenbruch ausgeartet. Nicht, dass der Koffer nicht eh schon eine Katastrophe ist. Wir haben ihn schon Judas getauft, da dieses einstige Schn\u00e4ppchen aus Berlin nur in einem Punkt zuverl\u00e4ssig ist: Wenn man ihn bei einer besonders langen Treppe hochwuchten will, rei\u00dft auf halber Strecke der entsprechende Griff ab und eine &nbsp;Kofferlawine walzt unschuldige japanische B\u00fcrger platt. Wenigstens hat der Koffer inzwischen nur noch einen Griff, danach kann &nbsp;ich &nbsp;aufh\u00f6ren so zu tun, als wuerde ich mein Gep\u00e4ck beherrschen und nicht anders rum, und auf diesem Hoellending die Treppen nach unten reiten, w\u00e4hrend ich den Walkuerenritt jodle.<\/p>\n<p>Im Hotel angekommen sp\u00fcrte Imogen, dass ich etwas ben\u00f6tige, um mit dem Universum meinen Frieden zu schlie\u00dfen. So erfragte sie, wo es etwas mit extra viel Fleisch zu essen gibt. Und in der Tat, obwohl wir auch bei dem Restaurant zuerst gro\u00dfe Sorgen hatten, unser Geld wie beim Grillen in Tokyo zu verfeuern, da die Bedienung nicht ein einziges Wort englisch sprach, hatten wir mit Shabu-Shabu mehr Gl\u00fcck: Nicht nur konnten wir essen, bis wir halb gekugelt sind, sondern die Getr\u00e4nke waren auch noch dabei.<\/p>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"img20283655-3f85-41e5-8753-4e582a736322\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/4795b924-5e51-498d-ad27-471c5e196143.jpg\" style=\"height:359px;width:540px\"><br \/>\n<br \/><\/span><em>Shabu-Shabu ist die japanische Antwort auf Fondue. Man kocht Gem\u00fcse, Fleisch, einfach alles in dieser Schale. Die Kellner haetten sich bei meinem Anblick beinahe in die K\u00fcchenmesser geworfen, da an diesem Tag all you can eat ohne Zeitlimit war<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"imge3ac6184-b054-4c01-a660-9fbd70e6127e\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/d52b3710-eeea-45cb-b49b-191978510ac1.jpg\" style=\"height:359px;width:540px\"><\/span><\/div>\n<div align=\"center\"><em>Bitte noch ein Sake &#8211; die liebevolle Anfrage bei der Ehefrau wurde abgewiesen. War vielleicht auch besser so, sonst hatte ich mit den Fleischscheiben getanzt und die putzigen kleinen Kellner geknuddelt.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<p>Am naechsten Morgen deckten wir uns mit einer gewaltigen Drei-Boxen-Voll-Koestlichkeiten Picknick Ladung ein. Mit dem Rucksack voller leckerem Essen machten wir uns auf den Weg zu den Tempelanlagen. Meine Frau hatte endlich die Gelegenheit, umfangreich das Wort &#8222;Kawaiiiiiiii&#8220; zu ueben, da in der Innenstadt die ganzen Rehe aufs niedlichste Herumstanden. Gut ist ja auch nicht schwer, wenn man riesengrosse unschuldige Rehaugen hat. Mich besch\u00e4ftigten eher praktische \u00dcberlegungen: gibt es bei diesem \u00dcberangebot an Wild ordentliche Rezepte, und was macht man mit den Tieren, die mit Herzverfettung einfach tot umfallen? Gibt es Kadaver-Beamte, die daf\u00fcr sorgen, dass nicht traumatisierte Frauen und Schulkinder versorgt werden m\u00fcssen? Bei so vielen frei laufenden Tieren, die st\u00e4ndig Leckereien bekommen und fetter als die sie f\u00fctternden Amerikanischen Touristen sind, muss doch immer wieder eines seinem Sch\u00f6pfer gegen\u00fcber treten und mit einem zarten Mantel aus Fliegen die Luft aromatisch anreichern.<\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"img67f80c0d-392c-4767-8b06-05fb5652b9ba\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/0b815c21-6372-462b-bf8b-2fd707cbdd06.jpg\" style=\"height:359px;width:540px\"><\/span><\/div>\n<div align=\"center\"><em>Heit gibt&#8217;s a Rehragout&#8230;<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"imgfe072526-5614-432b-b911-f990f41bffcc\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/1f1e1df9-39a7-454f-a0e0-798f0a450408.jpg\" style=\"height:359px;width:540px;left:330px;top:2395px;opacity:1\" mvc=\"false\"><br \/>\n<br \/><\/span><em>Aber wenn die dann so S\u00fc\u00df aussehen, wird die Menueplanung von der Frau mit Todesdrohungen unterbrochen<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"img4563d7c8-39f2-4516-b919-bdb0ba965ad2\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/13dab032-d21a-4fb2-92ba-988771f67345.jpg\" style=\"height:359px;width:540px\"><br \/>\n<br \/><\/span><em>Jung und alt holen sich ihre Dosis Niedlichkeit ab.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<p>Nach diesem Spiessrutenlauf der Kuscheltiere kamen wir beim gro\u00dfen Todaij Tempel an. Das gr\u00f6\u00dfte von Hand errichtete Holzgebaeude der Welt ist \u00fcber meinen Humor hinaus erhaben und Imogen und ich haben die tolle Atmosph\u00e4re auf uns wirken lassen. Da wir gestern Abend nach meinem Sake-Fleischmassaker noch &#8222;Germanys Next Topmodel&#8220; gekuckt hatten, probierten wir spa\u00dfeshalber ein paar der Posingtips f\u00fcr die Nachwuchsmodels aus. Und wir waren echt verbl\u00fcfft, dass dabei wirklich geniale Fotos herauskommen, vom Unterhaltungswert f\u00fcr die Japaner einmal ganz abgesehen, wenn man &#8222;Jumps&#8220;, &#8222;Steps&#8220; und &#8222;Bends&#8220; einfordert und ablichtet.<\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"img2eca02fe-a5a1-4d76-9370-4941f42aec58\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/5a47c4b2-e055-42c3-8386-aa625e525079.jpg\" style=\"height:527px;width:350px\"><br \/>\n<br \/><\/span><em>Ein sogenannter &#8222;Jump&#8220;, also im Sprung geschossen. Meine Frau ist f\u00fcr mich eh die sch\u00f6nste, aber das sieht echt toll aus. Ach ja, ber\u00fchmter Tempel im Hintergrund&#8230;<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"imgacb1a24c-df4d-4263-83ee-6a7fa4becdd1\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/989a9bf5-f3fa-4883-8df6-5a208b13a331.jpg\" style=\"height:527px;width:350px\"><br \/>\n<br \/><\/span><em>Imogen beim &#8222;Streichel wo es Dich schmerzt&#8220; Buddha. Ich frag mich wie das rein technisch Leute mit H\u00e4morriden machen.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<p>Inzwischen hatte die Hautfarbe meiner Frau leicht gr\u00fcnliche Farbe angenommen und ihr entfuhr ab und zu ein unkontrollierbares Knurren. Das ist ein todsicheres Anzeichen f\u00fcr Hunger, denn wenn meine Liebste einen leeren Bauch hat, und ihre Geduld aufgebraucht ist, kann sie sich in ein Monstrum schierer Wut und Zerst\u00f6rung verwandeln, vor dem sogar der unglaubliche Hulk seine geplatzten Hosen ziehen w\u00fcrde. Ich weiss nicht genau, wo mich heute wieder der Hafer gestochen hat, aber da wir ein grosses Picknick dabei hatten, wollte ich dieses mit Imogen auf dem Gipfel des Aussichtsberges von Nara einnehmen. Sie war ein bisschen misstrauisch, als sie den steilen Aufstieg sah, aber ich lockte sie mit der Versicherung, dass wir nach der n\u00e4chsten Kurve da sind, zum Aufstieg.&nbsp;<\/p>\n<p>Und da waren sie wieder, meine zwei Probleme. Zum einen ist Imogen zwar sehr energetisch und unternehmungslustig, aber nicht sehr ausdauernd. Ich bin da eher wie ein Fels: Schwer ins Rollen zu bringen, aber dann eigentlich sehr z\u00e4h. Zum anderen war das romantische Bild eines Picknicks mit Ausblick so fest in meinem Hirn, dass ich \u00fcbersah, dass f\u00fcr meine Frau Bergsteigen bei Unterzucker und \u00dcberhitzung eher unromantisch wirken. Ich versuchte, sie mit meiner guten Laune zu motivieren und als dies kl\u00e4glich scheiterte, kamen die billigen Hinhaltetricks zum Zuge. Ich denke Evil Knievel muss sich \u00e4hnlich f\u00fchlen, wenn er auf einem brennenden Motorrad \u00fcber eine Schlucht springt, und die Maschine immer schneller st\u00fcrzt. Gerade als Imogen nicht mehr bereit war, mir zu Glauben, dass jetzt wirklich hinter der n\u00e4chsten Biegung das Ziel erreicht ist, erreichten wir die Aussichtsstation.&nbsp;<\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"imge96a17b2-acf9-4743-96d8-0134d20e8991\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/b44e7f25-7ed5-4efe-99d1-509b49804636.jpg\" style=\"height:527px;width:350px\"><\/span><\/div>\n<div align=\"center\"><em>Nur noch ein paar Meter Schatz. Man beachte die leicht gr\u00fcnliche Hauffarbe meiner Frau.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"img3b36e053-acc0-4ac1-99cf-781bf1910657\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/391b8708-f1e5-456f-a946-4fdf1eb80441.jpg\" style=\"height:353px;width:480px\"><br \/><\/span><em>&#8222;Geeeeeeehiiiiiiiiiirnnnnnn&#8220; Imogen zwei Schritte vor dem Ziel und vier Schritte vor dem Amoklauf. Wenn ihr dumme Ideen habt, sorgt daf\u00fcr, dass eure Frau einfach zu kaputt ist, um euch zu massakrieren.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"imgd770ebf2-e4f8-487e-9a5a-ed6ae2e14efc\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/965f6502-ad2f-4348-85c1-84ce945da84b.jpg\" style=\"height:527px;width:350px\">L<br \/><\/span><em>Die Opfergaben stehen rechtzeitig bereit, die F\u00fc\u00dfe sind f\u00fcr eine Massage freigelegt, die Frau strahlt. Perfektes Timing erfordert jahrelange \u00dcbung und starke Nerven.<\/em><\/div>\n<p><\/p>\n<p>Grundregel der Evolution ist Anpassung und Lernen. Da ich hoffentlich keine darwinistische Sackgasse bin, lernte ich und verzichtete auf die geplante Restbesteigung und den romantischen 12 km Spaziergang durch die malerischen H\u00fcgel Naras. Stattdessen folgte ein leichter Stadtbummel, gem\u00fctliches am See sitzen, ein leckeres Eis f\u00fcr die tapfere Frau und mindestens 5 absurde Kurzdialoge mit japanischen Schulkindern.&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht erinnert sich der geneigte Leser an meine Beobachtung zum japanischen Englischtalent, oder vielmehr dem Mangel daran. Nach Jahrzehnten verschollener japanischer Touristen, die auf Englisch nicht einmal nach dem Weg fragen k\u00f6nnen, scheint die japanische Regierung gemerkt zu haben, dass eine Sprache nicht Erlernbar ist, wenn man arme Schulkinder 5 Jahre lang Textb\u00fccher lesen l\u00e4sst. Da in Nara viele ausl\u00e4ndische Touristen unterwegs sind, werden also anscheinend jetzt die armen Kinder ins Fegefeuer praktischer \u00dcbung geworfen. Wo ich vor f\u00fcnf Jahren einfach nur dem gierigen Dammwild ausweichen musste, lauerten jetzt an jeder Ecke kleine Gr\u00fcppchen japanischer Sch\u00fcler, die einen Fragebogen auf Englisch durchgehen mussten. Die Kinder sprachen einen artig mit &#8222;Herrro&#8220; an, was ich auch meinen Kindern empfehlen wuerde, wenn sie wildfremde doppelt so gro\u00dfe Erwachsene treffen. Es folgte in phonetisch gutem Englisch die Frage nach dem Namen, dem Heimatland, ob man Japan mag, und ob die Kinder ein Foto mit einem machen d\u00fcrfen.&nbsp;<\/p>\n<p>Das ganze durchliefen Imogen und ich dreimal anstandslos, bis wir uns fragten, ob die Kinder \u00fcberhaupt verstehen, was wir antworten. Als Imogen auf die unschuldige Frage &#8222;Herrrro, how ale you?&#8220; mit einem freundlichen &#8222;Fine, and how are you?&#8220; antwortete, blickte Imogen in vier ratlose, kleine und verzweifelte Gesichter. Der Lehrer der Kleinen eilte ihnen zu Hilfe, und so quaeckten uns die Knirpse erleichtert &#8222;I am hungry, thank you&#8220; zur\u00fcck. Selbst wenn man die Frage erwiderte, wo die Kinder denn herkamen, konnten sie nicht auf das Antworten, das sie vor zehn Sekunden selbst gefragt hatten. Also im Ansatz und in der Motivation volle Punkte, aber an der Umsetzung hapert es sehr. Als Ausgleich f\u00fcr unsere fiesen Gegenfragen erheiterte ich die Kinder dann mit Muskelmann- und Dragonball Fotos und meinem besten radebrechenden Japanisch &#8222;Nihongo sugoi desu!&#8220; Irgendwann konnten wir dann aber einfach nicht mehr (wir waren anscheinend die einzigen Touristen, die den Kindern antworteten und wurden wohl als Geheimtipp f\u00fcrs Mindestsoll durchgereicht) und beschlossen, den Abend im Hotelzimmer ausklingen zu lassen, um den Frageschwadronen zu entkommen. Trotzdem ihr Knirpse: Ganbatte! Ihr schafft das schon noch!<\/p>\n<div align=\"center\"><span class=\"Apple-style-span\" style=\"-webkit-tap-highlight-color: rgba(26, 26, 26, 0.292969); -webkit-composition-fill-color: rgba(175, 192, 227, 0.230469); -webkit-composition-frame-color: rgba(77, 128, 180, 0.230469);\"><img decoding=\"async\" id=\"img3b720607-39b0-486a-a626-052b702a050a\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/9929ea43-694a-47d3-9617-5db8263ba957.jpg\" style=\"height:359px;width:540px\"><br \/><\/span><em>Englisch hin oder her, bl\u00f6deln ist internationales Kommunikationsmedium<\/em><\/div>\n<\/div>\n<p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits fr\u00fch am Morgen ging es weiter Richtung Nara. Ich hatte ganz vergessen, wie Nara von Nikko aus liegt, und mit allen Regionalzuegen waren wir auf einmal den gesamten Tag unterwegs, bis wir in Nara waren. Dabei hatten wir jede Menge Gelegenheit, uns im komfortablen Hochgeschwindigkeitszug auszuruhen. 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