{"id":267,"date":"2012-05-29T09:51:31","date_gmt":"2012-05-29T08:51:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/?p=267"},"modified":"2012-05-29T09:51:31","modified_gmt":"2012-05-29T08:51:31","slug":"tag-7-nikko-mensch-gegen-natur-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=267","title":{"rendered":"Tag 7 Nikko: Mensch gegen Natur"},"content":{"rendered":"<div id=\"dE_H\" style=\";width: 100%; height: 100%;\">\n<p>Heute stand nach den Tempelanlagen etwas Natur auf dem Programm. Nikko liegt wundersch\u00f6n in den Bergen, und bei meinem letzten Versuch hatte ich mich von den heissen Quellen in Yumoto \u00a0zum Drachenfall vorgearbeitet, bevor ich aus Ersch\u00f6pfung aufgegeben hatte. Diese Schmach sollte heute getilgt werden, weshalb ich meine Frau zu der f\u00fcr uns unchristlichen Zeit um 0800 Uhr morgens wachr\u00fcttelte. \u00a0Der h\u00e4rteste Kampf war Liebe gegen Heizdecke, aber mit der sch\u00f6nen Hochzeit im R\u00fccken konnte ich die Heizdecke gerade so ausstechen.<\/p>\n<div>\n<p>Auf dem Weg zum Bus hin zog ich in meinem Automatenroulette einen pappsuessen Kaffee Latte (was hier als &#8222;authentic mild flavor&#8220; beworben wird). Irgendwie scheint hier jedes Getr\u00e4nk abseits von Wasser, Bier und Tee auf die schnelle Ermordung von Diabetikern ausgerichtet zu sein. Imogen ist da etwas kl\u00fcger und geht auf meine Experimente gar nicht ein. Aber ich bin mir sicher: Eines Tages werde ich das geheime Supergetr\u00e4nk \u00a0finden, dass mir \u00fcbermenschliche Kr\u00e4fte verleiht, und in einem geheimen System a la &#8222;Der Da Vinci Code&#8220;vor unw\u00fcrdigen Gaijin versteckt wird. Ich werde mich auf jeden Fall vor buddhistischen Albinom\u00f6nchen h\u00fcten und meine Frau mit ein bisschen gezieltem Schlaf- und vor allem Fr\u00fchst\u00fccksentzug in Kampflaune halten. So lange Imogen noch nichts im Bauch hat, w\u00fcrde ich ihr nicht einmal mit einer Armee Eliteninjas gegen\u00fcbertreten.<\/p>\n<div>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"img27215919-29d0-4578-a954-e2c59a7bb212\" style=\"height: 359px; width: 540px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/6274dc8e-9654-4c6d-9ba9-722afaffed7d2.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Meine Frau beim Schockfr\u00fchstueck nach der grausamen Trennung von ihrer Heizdecke<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Von meiner geheimen &#8222;Weltherrschaft durch japanische Superformel&#8220; Agenda abgesehen stand einem perfekten Tag nur noch die Bezwingung unserer Wanderstrecke an. Ich erkenne an, dass Flitterwochen romantisch und geruhsam sein sollen, aber als Mann wird man eben vom Wunsch nach Eroberung und Erfolg getrieben. Imogen bevorzugt das Motto &#8222;Der Weg ist das Ziel&#8220;, und m\u00f6chte den Moment geniessen. Nur, wenn wir schon bei Zen sind, gibt es ohne Ziel \u00fcberhaupt einen Weg? Wenn es nicht ausgerechnet darum ginge, einen Schandfleck aus meiner Vergangenheit zu tilgen, wuerde ich meiner Frau wohl bedingungslos zustimmen, aber ich kann nicht im Land der Ehre sein und dann vor ein bisschen Wasser kneifen! Die Wettervorhersage f\u00fcr den Tag war schlecht bis schrecklich, aber wir fuhren optimistisch mit dem Bus in Richtung der ca. 60 Minuten entfernten Yumoto Quellen los. W\u00e4hrend der Fahrt begann es aus vollen Eimern zu sch\u00fctten, und die sonst eindrucksvolle Fahrt die Serpentinen hinauf wurde eine Blindfahrt in Nebelsuppe. Fette Tropfen klatschten gegen die Scheiben des behaglichen Busses, und l\u00f6sten eine spontane Diskussion \u00fcber Sinn und Unsinn einer Regenwanderung aus. An diesem Punkt waren wir nahe dran, die auf halber Strecke gelegenen hei\u00dfen Chuzenji Quellen anzusteuern, aber eine kluge Ehefrau merkt, wann der Mann in seiner Kompromissf\u00e4higkeit eingeschr\u00e4nkt ist. Da Imogen nicht nur klug, sondern auch tapfer ist, bestand sie nicht auf dem ihr zustehenden letzten Wort, sondern stimmte einem Kompromiss zu: Start bei den Drachenf\u00e4llen und dann bis zum bekanntesten Wasserfall, dem Kegon Fall, laufen. Diese schlappen 10 Kilometer sollten doch machbar sein.<\/p>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"img286bcd43-0a64-4e55-a364-542426f68e53\" style=\"height: 359px; width: 540px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/7444d83f-6b5f-401c-945b-8662ecdacc311.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Warum Hunde und Katzen essen, wenn man sie regnen lassen kann? Imogen wartet hier im Unterstand w\u00e4hrend ich zumindest ein Pflichtfoto vom ersten Wasserfall schie\u00dfen will<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"imge1df61fb-8e50-427d-8d43-bce5f25c6142\" style=\"height: 527px; width: 350px; opacity: 1; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/dc63a8bd-235c-4a87-b8f2-da9a5a7747ac1.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>F\u00fcr dieses Foto hielt ich mit meinem Hals den Regenschirm, mit zwei Fingern der linken eine sch\u00fctzende Plastikt\u00fcte und den Fotoapparat, mit der rechten bediente ich den Ausl\u00f6ser. Das spektakul\u00e4re ist also nicht das Bild sondern der Entstehungsprozess.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Als wir den Bus verliessen, beschloss das Wetter, die Samthandschuhe auszuziehen und die Schlagringe mit extra Dornen auszupacken. Es sch\u00fcttete und prasselte und goss ohne Gnade. Blitze zischten, lauter Donner krachte, hier hatte sich das who is who des Sauwetters eingefunden, um uns einmal zu zeigen was Naturgewalten so draufhaben. Mein h\u00f6chster Respekt und Dank gilt meiner Ehefrau, die ohne meckern und murren hinter mir durch den Regen stapfte. Nur vor den Blitzen hatte sie ein wenig Respekt, aber wieso sollte einen auf einem Berg ein Blitz treffen? Ich beruhigte sie damit, dass neben der Strasse Strommasten waren, die f\u00fcr einen Blitz viel leckerer sind als eine kleine Frau im isolierenden Plastik Cape. Eigentlich war ich mir gar nicht so sicher, aber ich hielt meinen Regenschirm extra hoch, dass es zumindest mich erwischt. Ich wollte sie nur beruhigen, damit sie nicht umdreht. Damit ist auch die Frage beantwortet, was ein Menschenleben wert ist: 27 Euro Busfahrt (einfach!), die man nicht umsonst ausgegeben haben will.<\/p>\n<p>In Sachen Ausr\u00fcstung trug Imogens Philosophie einen unumstrittenen Sieg davon. Welcher Mensch zieht sich schon f\u00fcr eine Wanderung ein T-Shirt, einen Pullover, ein J\u00e4ckchen, einen Mantel und ein Plastik Cape an? Ich als echter Mann trug ein T-Shirt mit einer leichten Sommerjacke und als Regenschutz meinen treuen und platzsparenden Knirps. Im Ernstfall zeigte sich dann aber, dass auch ein echter Mann bei 8 Grad zum Frieren beginnt, und dieses elendige Mistteil von Klappschirm lie\u00df nach 5 Minuten Wolkenbruch das Wasser nahezu ungehindert durch, nicht, dass die 45 cm Durchmesser mich auch nur ansatzweise abgedeckt haetten. Dass man sich sein Elend nicht anmerken lassen darf (Stichwort: Seine eigene gro\u00dfe Klappe fressen), machte meine Situation auch nicht einfacher. Zur Veranschaulichung:<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"imgb0fa8961-8f7d-459a-90d7-75eb081b63ba\" style=\"height: 332px; width: 220px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/f6bc8a8b-fcba-425e-8441-1383a94557481.jpg\" alt=\"\" \/>\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0<img decoding=\"async\" id=\"imgd1301abc-c267-48c7-bd0d-874ed130438c\" style=\"height: 299px; width: 220px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/646adc2d-5bf2-4e01-910a-584cfeebe0431.jpg\" alt=\"\" \/><\/div>\n<div align=\"center\"><em>Mann gegen Natur. Natur gewinnt.<\/em><\/div>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"img04042f15-6276-49a3-b7b2-5d9eb2500ece\" style=\"height: 359px; width: 540px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/4f5394a8-2204-474f-bb8d-af05457df3021.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Was die Frau davon sieht<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Nach der ersten halben Stunde erlebte ich eine wundersame Wandlung meiner Laune. Wo ich sonst bei bestem Wetter mitunter schon einmal ungeduldig mit meiner Frau bin, schwei\u00dfte uns der abscheuliche Regen zusammen. W\u00e4hrend ich jeden einzelnen Regentropfen zu hasste, der mich h\u00e4misch nasstropfte, wurde mir klar, wie belanglos das genervt sein ist, wenn die Frau vertr\u00e4umt stehen bleibt, um einen Anblick zu genie\u00dfen. Einmal davon abgesehen, dass die Motivation, im str\u00f6menden Regen innezuhalten selbst bei Imogen eingeschr\u00e4nkt war. \u00a0Schritt f\u00fcr Schritt trotzte \u00a0Familie Wiedenmann gemeinsam den Elementen.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfteil des Weges f\u00fchrte durch das Naturschutzgebiet am See, ein beliebtes Ziel f\u00fcr Hobbyangler. Die standen in bestimmt genormten Abst\u00e4nden im See herum und genossen die Ruhe und Stille bis wir vorbeikamen. Um das Klappern meiner Z\u00e4hne \u00a0\u00fcberspielen, war ich sogar f\u00fcr meine Verh\u00e4ltnisse sehr gespr\u00e4chig, w\u00e4hrend Imogen sich in ihre Schutzkleidung verkroch und sich an einen gl\u00fccklicheren Platz voller Sonne tr\u00e4umte. \u00a0So bewahrte sie sich ihre Energie fuer \u00a0die gute Beobachtung auf, dass vielleicht nicht die Angler so unf\u00e4hig waren, sondern am liebsten mit ihren Gummistiefeln nach uns geworfen h\u00e4tten, \u00a0da meine &#8222;Singing in the Rain&#8220; Version \u00a0nur eingeschr\u00e4nkt K\u00f6dertauglich ist.<\/p>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"img3fbb0f2e-4d86-4c1d-93cc-5f8ea7a33ae3\" style=\"height: 359px; width: 540px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/d09f558a-d2ae-462d-99c4-6ef8c13736bd1.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Ein einsamer Fischer in einer nebligen Landschaft. Ich lieferte das Nebelhorn.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Nach gut einer Stunde stellten wir uns bei einem Angler Museum unter, damit ich dort mein Mittagsessen verputzen konnte. In jedem Supermarkt gibt es f\u00fcr ca. 5 Euro ein tolles abwechslungsreiches Mahl, das man auch kalt genie\u00dfen kann. Schl\u00e4gt meiner Meinung nach deutsches Mikrowellenfutter um L\u00e4ngen. Ein vorbeiziehender Parkw\u00e4chter musste herzhaft lachen, als er Imogen frierend neben mir stehen gesehen hat, w\u00e4hrend ich im T-Shirt mein Essen hineinstopfte.<\/p>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"img11a8f606-394e-4226-8d77-625694b7ff9a\" style=\"height: 359px; width: 540px; pointer-events: auto; opacity: 1;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/8538be19-21f1-4bc8-b57a-9ba3826e495d1.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Eiskalt wars mir, aber geschmeckt hat es.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Nach dem Essen kl\u00e4rte doch tats\u00e4chlich der Himmel auf. Da die anderen Touristen weder meinen Ehrgeiz noch so tapfere Frauen hatten, sassen sie wohl aufeinander gestapelt in den hei\u00dfen Quellen, w\u00e4hrend wir bei herrlichem Sonnenschein den gesamten See f\u00fcr uns hatten.<\/p>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"imgf8a068d7-766d-4e57-b7a7-04e7e9a00498\" style=\"height: 359px; width: 540px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/8d9590c8-6f6b-4c51-b711-86fc0e6b56e51.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Tapfer trapste meine Frau in ihrer vollen Ausr\u00fcstung durch die Natur<\/em><\/p>\n<\/div>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"img35daffda-baa9-48fc-8504-c26a2b7524ce\" style=\"height: 359px; width: 540px; opacity: 1; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/4e2f1ca1-4158-4aef-bcb2-905808ada1ba1.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Die Tapferkeit wurde belohnt, die Sonne kann um so wonniger genossen werden.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Vom Glorienschein der Sonne umrankt erreichten wir unser Ziel, den Kegon Wasserfall. Direkt nach der Ankunft schoss ich zwei schnelle Fotos, um einen mentalen Haken auf der To-Do Liste des Tages machen zu k\u00f6nnen. Und dann konnte ich es so richtig geniessen, mit meiner Liebsten an einem romantischen Wasserfall zu sein. Da habe ich noch eine sch\u00f6ne Analogie: Wir hatten den ganzen Tag verzweifelt nach einem M\u00fclleimer gesucht. Selbst der Picknick Platz hatte zwar Toiletten und jeden erdenklichen Luxus, aber nicht einen einzigen Beh\u00e4lter zur Entsorgung von Plastikt\u00fcten. Wenn ihr denkt, das w\u00e4re doch nicht so schlimm, vergesst nicht, dass fast alles hier mit Fisch ist, und wenn man ca. 4 Beutel mit Fischresten im Rucksack hat, das Ganze mit einem Plastik Umhang absiegelt und anschliessend 3 Stunden in der Sonne reifen l\u00e4sst&#8230; \u00a0Imogen auf jeden Fall begann irgendwann wie ein Verdurstender in der W\u00fcste in jedem auch nur ansatzweise zylindrischen Gegenstand einen M\u00fclleimer zu sehen. Liebevoll hielt ich sie zur\u00fcck, damit sie nicht mit irrem Gel\u00e4chter die Beutel in Eismaschinen stopft oder in Kinderwagen wirft.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img33bf55ce-505e-42ab-a0e3-07fc6e8ccdfc\" style=\"height: 362px; width: 540px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/c30ba982-17ab-4dc5-825d-89c2b152cb261.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<em>Auch die freundlichsten H\u00e4user hatten keine M\u00fclleimer.<\/em><\/div>\n<p>Im wechselseitigen Gluecksrausch (Foto gemacht, M\u00fcll entsorgt) beschlossen wir, uns noch den Aufzug zu g\u00f6nnen, den man ben\u00f6tigt um den Wasserfall ordentlich sehen zu k\u00f6nnen. Auch in Japan werden Touristen wie Heilige K\u00fche behandelt: Viel Respekt und Freundlichkeit, aber man muss auch kr\u00e4ftig Melken. Die vielgepriesene Aussichtsplattform lag so tief, dass die Abendsonne den Rest vom Foto vernichtete, den nicht schon die Gischt unkenntlich gemacht hatte. Hawa-I Hemdo, Gott der Touristen, erbarmte sich aber unser und schickte noch eine Wolke vorbei, damit wir zumindest ein gemeinsames Bild vor dem Wasserfall bekamen.<\/p>\n<\/div>\n<div align=\"center\">\n<p><img decoding=\"async\" id=\"img59374cfa-bd8e-480f-9a2d-c311427a7084\" style=\"height: 527px; width: 350px;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/8d2d42e7-c72e-4614-ac13-c20fac2af5c91.jpg\" alt=\"\" \/><\/p>\n<p><em>Der Fotograf: ein schlaksiger sch\u00fcchterner Japaner aus Hokkaido, der hier mit seinen Eltern zu Besuch war.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<p>Den Tag schlossen wir mit einem Bier im Gemeinschaftsraum der Parklodge ab. Wir unterhielten uns noch herrlich mit einem amerikanischen Ehepaar, Andy und &#8222;Husband&#8220;. Andy ist eine quirlige Asiatin und Husband, mit b\u00fcrgerlichem Namen &#8222;John&#8220; ein herrlich trockener Brite. Bei den Beiden konnten wir anschaulich lernen, wie man auch nach vielen Jahren ein gl\u00fcckliches Paar ist: Andy \u00fcbernahm den Gro\u00dfteil der Kommunikation, Husband erg\u00e4nzte die notwendigen Details. Am besten gefiel uns die Geschichte, wie beim Zusammenziehen der Dobermann von Andy um ein Haar den Pekinesen von John gefressen h\u00e4tte. Soviel zu neurotischen kleinen Hunden, die sich mit den Gro\u00dfen anlegen und nur noch mit einem Bein aus dem Maul ragen. Mit diesem herrlichen Bild schlossen wir unseren Abend ab, und fahren jetzt mit ein bisschen Wehmut weiter nach Nara, dem Ballermann der Tempeltouristen.<\/p>\n<div align=\"center\"><img decoding=\"async\" id=\"img8a090a04-9c58-493a-89e6-e56ac438ee70\" style=\"height: 404px; width: 540px; pointer-events: auto;\" src=\"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/wp-content\/uploads\/2012\/05\/188163bc-5e52-4b48-8e35-9e90fc3d5f2e1.jpg\" alt=\"\" \/><br \/>\n<em><\/em><\/div>\n<div align=\"center\"><em>Ein Blick in die Lobby der Park Lodge, der Mann im Vordergrund war ein Australier der versucht, in Japan mit Snackautomaten Fu\u00df zu fassen. Es gibt n\u00e4mlich nur etwas zu trinken, nie aber zu Essen in den \u00fcberall pr\u00e4senten Maschinen.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute stand nach den Tempelanlagen etwas Natur auf dem Programm. 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