{"id":106,"date":"2012-05-15T16:10:54","date_gmt":"2012-05-15T15:10:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.stefanwiedenmann.eu\/?p=106"},"modified":"2012-05-15T16:10:54","modified_gmt":"2012-05-15T15:10:54","slug":"den-horizont-erweitern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stefanwiedenmann.eu\/?p=106","title":{"rendered":"Den Horizont erweitern"},"content":{"rendered":"<p>Die letzten Tage vor der Hochzeit verfliegen schneller, als man denkt. W\u00e4hrend mir das vor ein paar Wochen sehr recht gewesen w\u00e4re, ist das jetzt doch ein bisschen unpraktisch, da ich private Dinge gerne zeitoptimiert (sprich auf den letzten Dr\u00fccker) organisiere. Da bin ich jetzt doch dankbar, dass die bessere H\u00e4lfte etwas energischer dahinter war, so musste ich heute nur noch die letzten Feinheiten organisieren, denen die Brautnerven nicht mehr gewachsen waren. Ich habe mit Engelszungen die Blumenlieferanten bet\u00f6rt, dass doch ein wahrer K\u00fcnstler auch mit einem etwas kleineren Blumen-Budget ein fabelhaftes Ergebnis gelingt. Ich habe einen etwas verplanten Licht- und Tonverleih davon \u00fcbereugt, dass eine Best\u00e4tigung 3 Tage der Hochzeit doch Balsam f\u00fcr die Brautseele ist, und wenn ich Morgen 1 Stunde vor dem Standesamt beim Friseur sitze, habe ich in der sprichw\u00f6rtlich letzten Sekunde alles erledigt.<br \/>\nWer denkt, dass das alles irgendwie verr\u00fcckt ist, dem empfehle ich aufrichtig zu Heiraten. Denn das ist alles nur der Anfang. Man kann den eigenen Horizont enorm erweitern, denn man sieht Dinge, die einem sonst verwehrt sind. Daf\u00fcr hatte ich heute ein hervorragendes Beispiel:<br \/>\nIch telefonierte gerade mit meinem Bruder (ein entspanntes Gespr\u00e4ch mit 120 Dezibel, da sein Mobilfunkempfang jedem entv\u00f6lkerten Landstrich in Neuseeland Konkurrenz gemacht h\u00e4tte) als ich zuf\u00e4llig Richtung Bad blickte. In selbiges marschierte meine Verlobte in aller Seelenruhe und mit unbegrenzter Selbstverst\u00e4ndlichkeit &#8211; splitterfasernackt und mit drei riesigen Glasgef\u00e4\u00dfen unter den Armen. Ich bin sehr versucht zu sagen: Jetzt habe ich alles gesehen. Aber dabei habe ich gleich Angst, dass das Universum diesen Fehdehandschuh aufgreift und mir noch etwas Absurderes liefert.<br \/>\nZur Ehrenrettung muss ich sagen, dass der zugrundeliegende Gedankengang von Imogen durchaus logisch war: Sie wollte Duschen, und sie wollte die Glasgef\u00e4\u00dfe f\u00fcr den Altar am Freitag reinigen. Wie sie das aber konkret umgesetzt hat, da reicht nicht einmal meine bl\u00fchende Phantasie aus. Als angemessen eifers\u00fcchtiger Mann bitte ich auch von w\u00fcsten Spekulationen Abstand zu nehmen! Eines aber weiss ich sicher: Weder w\u00e4re ich jemals auf die Idee gekommen, noch habe ich die geringste Ahnung, wie man das im Ablauf bewerkstelligen soll, ohne einen Scherbentanz in der Badewanne zu veranstalten. Das Bad verlassen haben \u00fcbrigens drei perfekt saubere Glasgef\u00e4\u00dfe und eine ebenso ges\u00e4uberte Frau. Innerhalb von 10 Minuten. Und da frage ich mich: Wieso dauert sonst eine einfache Dusche gef\u00fchlte 2 Stunden??? Ich ziehe meinen Hut vor dieser Meisterleistung weiblichen Multitaskings, und bin schon gespannt, was mein n\u00e4chster &#8222;Jetzt habe ich alles gesehen&#8220; Moment wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die letzten Tage vor der Hochzeit verfliegen schneller, als man denkt. 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